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Teil 153 " Diese Stadt gibt es so nicht mehr"

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Das alles ist mehr als 3 Jahrzehnte her, es war aber das Jahrzehnt was uns prägte und fast kaum noch einer erinnert sich, wie lebte man in einer Stadt- die es so gar nicht mehr gibt.

Es gibt dieses alte und in sich verzahnte Westberlin nicht mehr, bereits Anfang der 80. Jahre hatte sich die Stadt gewandelt.

Die früheren Impulse die vom Hochbau ausgingen blieben in der Form wie man sie zuvor kannte aus.

Zudem fand ein Strukturwandel innerhalb der Stadt statt und dieser wiederum betraf nicht nur das produzierende Gewerbe, eine neue Gründerwelle erfasste die Stadt.

Man entdeckte das Arbeiten und Wohnen im Kiez wieder, ganz spurlos ging das an allen nicht vorbei.

Zudem setzte ein weiterer Trend ein, man verflachte Fertigungen und verlagerte dadurch sog. hochwertigere Arbeitsplätze in den Süden der Republik.

Etwas was sich woanders einige Jahre danach vollzog probierte man in Berlin zuvor aus.

In jedem Betrieb der Stadt war eine Unruhe unter der Belegschaft zu verspüren, allerdings hatte das Land zu dieser Zeit noch seine Eigenbetriebe.

Die wiederum waren ein Stück der sozialen Vorsorge für manche Arbeitnehmer in der Stadt geworden, noch fingen die einige Arbeitskräfte auf.

Man bemühte sich zwar ständig um Neuansiedlungen und die waren auch dringend erforderlich, denn etliche aus den alten Fabrikzentralen hinterließen Ruinen.

Damit wurde ein Teil der Arbeitnehmer in dieser Stadt mobiler, die Verkehrsdichte auf den innerstädtischen Straßen nahm um ein vielfaches gegenüber 1975 zu.

Der Berliner hatte sich auf diese Situation eingestellt und versuchte stets der Stadt zu entweichen, es gab dazu allerdings nur das Nadelöhr Dreilinden.

In Richtung Norden hatte man den Kontrollpunkt Heerstraße für den Transitverkehr in der Planung bereits aufgegeben, der Autobahnanschluss über den nördlichen Ring in Richtung Hamburg stand zur Debatte.

Wer sonst am späten Sonntagnachmittag von Hannover in Richtung Braunschweig nach Helmstedt fuhr befand sich in einer Karawane von Autos mit dem Kennzeichen B. Das gipfelte, wenn man am Berliner Ring jene sah die aus Richtung Hof sich einfädelten.

An manchen langen Wochenenden hätte diese Stadt eigentlich teilweise entvölkert sein müssen, andererseits kamen immer mehr Reisebusse aus dem Bundesgebiet nach Berlin.

Man begegnete sich auf einer anderen Art und Weise, in Deutschland war man neugierig geworden.

Noch hatten Berliner eine Tradition, die man nutzte und wertschätzte- junge Familien machten stets einmal pro Jahr Urlaub in den Berliner Feriendörfern.

Es waren mittlerweile bereits junge Eltern, die 2 Jahrzehnte zuvor in diesen mit ihren Eltern zu Gast waren.

All die waren einmal entstanden aus Geldern der Fernseh- Lotterie „ ein Platz an der Sonne“ wurden nun betrieben von der Stiftung Hilfswerk Berlin.

Es waren junge Familien, die stets am Dienstagsabend in den Sonderzug am Bahnhof Zoo einstiegen, die einen Familienurlaub machten der eigentlich ganz anders war.

Es gab 3 Dörfer, in den schönsten Gegenden Bayern, das im Allgäu in Nadenberg bei Lindenberg, jenes im Bayr. Wald bei Grafenau und das südlich von Traunstein bei Eisenärzt.

Wir machten es auch, denn zuvor fuhren wir ein paar Jahre mal ins Elsass, die Strecke war einfach mit dem Auto von Berlin aus zu weit und jede Zwischenübernachtung trieb nur den Preis nach oben.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 31. August 2016 um 00:45 Uhr  

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