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Start Neuigkeiten Teil 160 " Vorübergehende Stellenbesetzung"

Teil 160 " Vorübergehende Stellenbesetzung"

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Mitte der 80.Jahre wurde mir verständlich wie unterschiedlich Menschen auf Situationen in der Arbeitswelt reagieren und dabei sich von einem Gefühl leiten lassen.

Der moderne Mensch in der Arbeitswelt wird geprägt von einem inneren Gefühlsstau und wenn dieser einmal ausbricht führt der zu unvorhersehbaren Reaktionen.

Um da etwas näher drauf einzugehen, beziehe ich mich mal wiederum auf einen Teil aus meiner Arbeitsbiografie.

Mitte der 80.ziger Jahre war ich fast 10 Jahre in der Firma, hatte dabei die Abteilung nicht gewechselt- nur passte man mir mein Arbeitsgebiet immer wieder neu an.

Es hatte sich aber einiges getan, war es bei meinem Einstieg üblich sich als studierende Hilfskraft zu empfehlen lief das auf eine Besetzung einer Planstelle aus. Wiederum bekannt als jene Marko Planung innerhalb der Personal Beschaffung.

Da vollzog sich ein konsequenter Wandel, einerseits deklassierte man das benötigte Personal auf das Wesentliche der eigentlichen EDV und entstand irgendwo wo doch innerhalb des Planungsablaufes die Idee eines umfangreicheren Aufbaus wollte man tunlichst schnell sich hier personell verstärken.

Die Suche nach dem sofort verfügbaren perfekten Mitarbeiter nahm kuriose Züge an.

Das war für mich zunächst Neuland, nur was man hier forderte fand man kaum im eigenen Haus.

Wissen sollte man dabei auch, eines durchaus gefestigtes Gehalt Gefüge kann dabei aus der Balance geraten.

Nehmen wir wiederum meine Arbeitsbiografie als Beispiel, die ersten Monate galt der Bewährung danach kam der Reifegrad und das war das Projekt „Notruf Niedersachsen“, wie auch immer ein solches Projekt endet, es bleibt eine temporäre Beschäftigung.

Es folgte die Zeit des End- und Einschleusens, ebenso ein wunder Punkt der mehr erfordert als die Arbeit nach Plan.

Diese Zeit des Einschleusens ist wie durch einen Flaschenhals sich zu bewegen, erlernen kann man so etwas nicht, das lässt sich nur beschreiben wenn man es erlebt hat.

Man muss sich konzentrieren auf das was folgt und dabei seine eigenen Ansprüche zunächst zurück schrauben.

Es gehen nämlich zeitlich parallel einige durch diesen Flaschenhals und etliche bleiben darin hängen und wiederum andere werden von dieser Zeit geprägt sein.

Am Ende dessen war ich zwar nicht froh aber erleichtert, der Horizont wurde ein anderer für mich.

Ich fand den Weg zu einem älteren Kollegen der ein Referat leitete und der wiederum in 16 Monaten in den Ruhestand gehen wollte.

Die Zeit benötigt man um sich einzuarbeiten und man sollte sie auch nutzen.

Dabei gilt es auch Vertrauen aufzubauen, denn nur mittels des Vertrauens erfährt man mehr und das wiederum ist entscheidend.

Es war schon ein finanzieller Unterschied zwischen unseren Gehältern, was ich erfuhr wusste die Direktion sicherlich noch besser.

Man nennt solche Stellenbesetzungen dann „vorübergehend“, allerdings wie lange vorübergehend ist- das erfährt man kaum.

Vorübergehend bedeutet aber auch man ist in dieser Zeit von der Steigerung innerhalb der Gehaltsstufen ausgeklammert und läuft Gefahr dass diese Stelle ausgeschrieben werden kann.

In einer solchen Situation befand ich mich fast 2 Jahre, danach schöpfte ich Mut- denn der Personalplan beschäftigte sich nicht mit dieser Referentenstelle.

Bei allem Recht was mich mutig machte, lernte ich eine unerwartete Reaktion kennen- mittels meines Vorpreschens in eigener Sache wurde der eigentliche Inhalt dieses Referates neu gestrickt.

Dagegen kann man nun erstmal Garnichts machen, denn dem Fortschritt der Technik kann man nicht ausweichen, nach 3 Jahren war daraus ein Referat mit einem ganz anderen Schwerpunkt geworden.

Unzufrieden war ich nicht mit meiner Arbeit, nur vergleichbar verdienten einige um mich herum einige Hundert Mark mehr im Monat.

Das wurde mal zum Thema einer Unterhaltung die ich zur Weihnachtszeit mit einem Direktor führte, ich erfuhr einen Teil seiner Lebensbiografie- ungewollt und dann landeten wir bei mir.

Wahrhaftig hatte man mich übersehen, im nächsten Jahr da sollte es klappen.

Das klappte allerdings auch nicht, man wechselte zuvor die Direktion aus- ich glaube das war Ende 1984 als man eine Lawine breittrat unter der ich nicht landen wollte und mit der wir uns etwas näher beschäftigen müssen.

Weil ich dazu wiederum Mut hatte „nein“ zu sagen, mein „nein“ machte mich wiederum interessant- erst 1985 kam ich in diese Gehaltsstufe die eigentlich dieses Referat 1976 hinterließ.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 14. September 2016 um 14:05 Uhr  

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