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Die Pleitmacher- bisher nur in Betrieben bekannt?

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Mich erinnert das ganze Griechenland Drama an eine Situation vor ca. 15 Jahren, wo ein Betrieb in die Insolvenz ging und niemand darauf vorbereitet war.

Für Firmen- Insolvenz gibt es ein Regelwerk, doch vor dem Regelwerk steht ein Marko ökonomisches Verständnis der Beteiligten.

Was nichts anderes bedeutet „die bevorstehende Pleite zu erkennen“, wie gesagt die Ökonomie setzt sich nicht nur mit der Mathematik auseinander, sondern ist nach wie vor ein Spiel mit dem Gefühl.

Wahrhaftig gehen etliche mit diesem Gefühl sehr leichtfertig um, damit kommt man in einen Sog der Abhängigkeit von sog. frischem Geld.

Die Abhängigkeit steigert sich in eine Erwartung der Geber, dabei werden von anderen wiederum Prognosen erstellt die kaum der Realität entsprechen.

Es werden Werte ermittelt auf einer Skala die dem Wunschdenken entsprechen.

Es ist die Regel, dass vor einer Insolvenz vorhandene Werte eingesetzt werden und somit verlieren die Handelnden den eigentlichen Bezug.

Man bringt sich und andere unter einen Zugzwang, wobei wiederum die Ausgaben konstant zunächst bleiben.

Dazu kommen allerdings noch die Minuszinsen und diese setzen etliche ins Verhältnis zur Kürzung.

Damit transferiert man eine drohende Insolvenz auf eigentlich Unschuldige.

In dem meisten Fällen war in einem Zeitraum vor der Insolvenz der Entnahmerahmen zu hoch und wurde kaum noch von den Einnahmen gedeckt.

Ein Entnahmerahmen bezieht sich stets aus Verpflichtungen, wenn dazu allerdings noch Privilegien weniger kommen, die dann noch meinen- wir sind unschuldig – beginnt der Raubbau nach unten.

Noch vor der Eröffnung eines Verfahrens werden etliche Reiche reicher und manche Schwächere ärmer.

Übrig bleiben sog. materielle Werte, die man taxiert - dazu kommen die sog. weichen materiellen Werte- dessen Einnahmen man durchaus stets höher ansetzt.

Was meistens allerdings in Erfüllung geht, denn die Resultate sprechen sich sehr schnell herum und die Gefühle innerhalb der Ökonomie spielen hier eine entscheidende Rolle, die bevor stehende Pleite wird außerhalb schneller wahrgenommen als intern.

Intern kommt eine Denk Blockade hinzu, man will es nicht wahrhaben.

Wahrhaftig wird intern das Spiel begonnen, mittels Zugeständnisse- die unter normalen Umständen tabu wären.

Zugeständnisse heißt nichts anderes als die Opferbereitschaft zu signalisieren und helfen mitunter nur kurzzeitig.

Die Schuldenspirale lässt sich nur stoppen mittels einer Formatierung, das heißt man muss wissen woher die Schulden stammen.

Das ist der erste Schritt in solchen Fällen, der zweite wäre die Einnahmen zu erhöhen. Dazu braucht man aber die Analyse, wo und wann kann ich was?

Bricht dabei aber etwas weg, was bereits gepfändet ist nimmt eine Verhandlung einen ganz anderen Weg.

Man verhandelt um Signale zu erkennen, wer ist bereit ins Spiel zu gehen wobei Schuldenschnitt und Bürgschaft für Altschulden eine Methode sind.

In vielen Fällen greift dabei die sog. Brückenfinanzierung, die eigentlich nur eine Funktion hat, dem Laden am Laufen zu halten.

Das eigentliche Problem folgt und das heißt, wieder der Herr im eigenen Laden werden.

Meistens sieht der Laden danach ganz anders aus als vorher, man wird dabei noch auf die Finger gesehen.

Es beginnt der Kampf um die Luft zum Atmen, man wechselt in einem solchen Kampf zwar nicht die Strategie um aus den Schulden zu kommen aber mitunter die handelnden Personen aus.

Miteinander ins Gespräch kommen ist immer noch besser als alles zu zerschlagen.

Innerhalb des Neoliberalismus gibt es allerdings die berühmten Pleitemacher, die ihre Geschäfte mit der Verarmung anderer machen.

Beziehen wir all das einmal auf Griechenland, so hat ihr die Ideologie des Neoliberalismus einen Staat von innen aufgefressen, das Spiel begann mit der Staatsbilanz.

Bilanzen sind innerhalb der Nationalökonomie nichts anderes als Berechnungen zum Stichtag.

Damit begann ein Spiel der Selbsttäuscher, was bisher nur in Betrieben bekannt war, die Ökonomisierung eines Staates ging zulasten der Demokratie.

Staatliche und demokratisch kontrollierte Institutionen konnten die Bedürftigkeit der Bürger nicht mehr bedienen.

Was eigentlich die Bankrott- Erklärung ist, denn hier kam die Ökonomie des Staates wiederum eindeutig vor der Staatssoziologie.

Eine demokratische und liberale Staatssoziologie setzt nun einmal auf die Solidarität aller Bürger.

Das lässt sich wiederum erweitern auf die Ebene der EU, in allen Verhandlungen in Brüssel spielte die Ökonomie die Hauptrolle- was fehlte war der Begriff einer europäischen Staatssoziologie.

Es geht nämlich nach wie vor um Menschen, die Zukunftsängste haben.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 24. Juli 2015 um 03:07 Uhr  

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