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Merkels Geste - wo bitte geht es hier zu einem neuen Einwanderungsrecht?

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Alle Menschen sind gleich vor dem Einwanderungsrecht.

Stimmt das?

Die Bundeskanzlerin hat sich ihren Dialog „Gut Leben in Deutschland“ vielleicht etwas anders vorgestellt. Jedenfalls war das „Begegnungs-Video“ aus Rostock, in dem eine libanesische Schülerin ihre Angst vor der Abschiebung deutlich macht, ein Beispiel dafür, in welche Situation man gerät, wenn man angesichts menschlicher Schicksale politisch argumentiert.

Was hat Merkel da angesichts des weinenden Mädchens eigentlich gesagt?

Im Grunde war es die Begründung, dass die Asylverfahren zu lange dauern, die das Mädchen zum Weinen brachte, denn es ging ihm ja darum in Deutschland zu bleiben und nicht darum, erklärt zu bekommen, dass es schon viel zu lange in Deutschland ist.

Die Kanzlerin wollte das sicher nicht, aber sie geriet pars pro toto in diese Falle, weil sie eine Gesetzgebung verteidigt, die den Leuten eben keine Chance gibt, zu zeigen, dass sie nach Deutschland gehören.

Die Frage warum Asylsuchende hier nicht arbeiten dürfen, gehört dazu. Arbeit ist eine Möglichkeit, seinen Wert für eine Gesellschaft zu zeigen, Asylsuchenden wird diese Möglichkeit oft über Jahre verwehrt.

Die heftigen Reaktionen auf die Kanzlerin im Netz hat etwas damit zu tun, wie dieses Mädchen ja eindeutig gezeigt hat, dass sie einen großen Wert für unsere Gesellschaft haben könnte, wenn man sie nur lassen würde.

Ein solches Denken aber wird bei uns tabuisiert. Alle müssen gleich beurteilt werden, egal ob sie ein Gangstertalent haben oder Helfertypen sind, gleichgültig, ob sie die Kultur unseres Landes mit Begeisterung aufsaugen oder mit Abscheu verweigern.

Das führt genau zu der Situation in der wir mit Migranten stecken.

Libanesische Intensivtäter können nicht abgeschoben werden, kleine Mädchen mit einer großen Leidenschaft für Sprachen aber schon

Das Dilemma liegt darin, dass es sich bei unserer Ausländergesetzgebung kaum möglich ist, sich zu beweisen.

Die Kriterien ob man bleiben darf oder gehen muss, sind ganz andere.

Wie auch immer.

Eine Greencard haben wir immer noch nicht.

Noch nicht einmal unser Denken hat sich in diese Richtung entwickelt, Menschen, die zu uns kommen, nach ihrer Motivation und ihrem Verhalten zu beurteilen, was bedeutet, ihnen eine Chance zu geben.

Unsere Asylgesetzgebung taugt dafür nicht!

Sie müsste grundsätzlich überarbeitet werden, wie unser gesamtes Einwanderungsrecht.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 21. Juli 2015 um 03:19 Uhr  

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