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Start Neuigkeiten Teil 165 "Der eigenen Kraft vertrauen"

Teil 165 "Der eigenen Kraft vertrauen"

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Wir nähern uns innerhalb dieser Artikelserie einem Thema, was man mehr oder minder immer noch politisch ausklammert und den Betroffenen kaum eine Hilfe anbietet.

Der wiederum kann nur auf seine eigene Kraft vertrauen, gibt es unterschwellig den Gegensatz bereits zur Solidarität?

Um das etwas näher zu erläutern und all diese Gespräche, die ich zwischen den Jahren 1986 und 1988 führte prägten auch mich.

Nur ein Beispiel, was gar nicht so lange her ist.

Im Jahre 2006 wohnten 2 junge Frauen 4 Treppen tiefer als ich im gleichen Haus und denen ging es eigentlich verhältnismäßig gut, nur so lange die noch studierten.

Davon war eine die Theologin und mit ihr fand ich ins Gespräch, sie hatte nicht nur ihr Studium sondern dazu weiterhin alles erfüllt und fiel trotzdem in ein einkalkuliertes Loch.

Es war nicht nur der Bafög- Kredit der einiges blockierte, sondern die Krankenkasse meldete sich, das relativ preiswerte fahren in den öffentlichen Verkehrsmitteln und das preiswerte Mittagessen in der Mensa waren Vergangenheit.

Welchen Status hatte sie nun, ihre Wohnungsmiete musste weiter gezahlt werden, mit dem Job auf Zeit war das so eine Sache.

Sie hatte sich beworben auf einige Pfarrstellen und dieses Auswahlverfahren dauert nun etwas.

Es gibt also etliche Berufe in denen das Einschleusen nicht nur Geduld erfordert sondern an die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit des Betroffenen geht.

In diesem Staat bildet man junge Menschen durchaus mittels des Transfers von Steuermitteln erfolgreich aus, bringt sie dann aber nicht in die Startposition.

Der Staat zieht sich zurück und man muss auf seine eigene Kraft setzen.

Genau das wiederum muss vielen passieren und von denen wiederum sind etliche schon so zermürbt worden, dass ihnen die Kraft fehlt dieses anzuprangern.

Dabei geht es eigentlich um Grundrechte, ein Grundrecht ist die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Etwas worüber man in vielen Sitzungen der SPD Ortsvereine kein Wort erfährt, was man durchaus mitunter bewusst ausklammert.

In dieser von bezahlter Arbeit geprägten Gesellschaft ist der Humanist ein geduldeter Zeitgenosse, sicherlich eine jede Gesellschaft entwickelt sich weiter, man kann sich der Zukunft nicht verweigern.

Die gesellschaftliche Entwicklung in fast allen Facetten sieht man ziemlich deutlich am Arbeitsplatz, in dieser Welt der Arbeit ist der Arbeiter auf der Tribüne.

Er kann vieles gar nicht beeinflussen, er wirkt in vielen Situationen überfordert und fühlt sich durchaus allein gelassen.

Manches spiegelt sich nach einigen Jahren wieder, wenn in der Gewerkschaftspresse darüber berichtet wird, doch dann kann es für viele Betroffene bereits zu spät sein.

Hilfe und Ratschläge darf man nun wahrhaftig nicht von den mit sich und ihren Satzungen beschäftigten SPD Ortsvereinen verlangen.

Um dieses einmal heraus zu stellen, was passiert mit einem am Arbeitsplatz wenn sich die Welt der Arbeit radikal ändert, werden die nächsten Artikel füllen.

Dabei gibt es nach wie vor Streber, Verweigerer, Schwarzmaler, Aussteiger, Schiffsbrüchige, welche die ans rettende Ufer schwimmen und jene die beginnen zu hinterfragen.

Es lag mir immer fern ein Streber in diesem Leben zu sein, baute immer auf die Vernunft und auf das eigene Fundament.

Das wiederum ist mehr als die Arbeit, nur aus dem eigenen Fundament lassen sich Perspektiven aufzeichnen.

In dieser Industriegesellschaft von heute ist die Entwicklung von Perspektiven im Leben mittlerweile zur Privatsache des Einzelnen geworden.

Der aber wiederum braucht nun einmal Gesprächspartner zur Analyse, diese Gesprächspartner sollte man zu Wort kommen lassen.

Das Erlebte verarbeiten, dabei nicht all die Fehler bei sich suchen sondern lernen mit Situationen im Leben um zugehen, war eigentlich der Inhalt dieser Artikelserie.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 07. Oktober 2016 um 13:51 Uhr  

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