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Start Neuigkeiten Teil 172 "Wie überall im Leben, es gibt sie-die Nachwehen"

Teil 172 "Wie überall im Leben, es gibt sie-die Nachwehen"

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Es gibt nach allen Treffen gewisse Nachwirkungen, die man erst einmal verdauen muss.

Genau das musste ich, denn man sagte mir in kleiner Runde, mit den drei jungen Damen mit denen du dich so intensiv unterhalten hast, genau das ist die neue Generation die sich als Emanzen bezeichnen.

Man kannte sich über die GEW und drei jungen Damen waren dort Mitglied und wollten eine aktive Gruppe der Lesben gründen.

Eigentlich hatte ich davon etwas mit bekommen müssen, weshalb das nun die waren- mit denen ich vor Jahren einige Nächte im Weinlokal von Luzie Leydecke verbracht hatte, machte die Sache nur noch spannender.

Spannend wurde es allerdings für mich aus einem ganz anderen Grund, da war ein Genosse aus dem Abteilungsvorstand und der fühlte sich dort in einer gewissen Funktion und genau in dieser hatte er wohl fast unbemerkt den halben

Abend mit einer jungen Dozentin vom OSI verbracht. Davon berichtete er uns, auf der Versammlung ebenso, wir waren auf einer Spur die zu einem Weg führen sollte.

Wir brachten etwas ein, in einen Kreis dessen Ziele es waren: mitmachen, mit gestalten- Mitglied werden und genau diese drei tragenden Aussagen eines jeden Ortsvereins wollten wir ergänzen mit „mitdenken“.

Der Weg zum mitdenkenden Genossen geht aber einer Mobilisierung voraus.

Den ersten Schritt zu dieser Mobilisierung hatten wir getan, das deckte sich mit dem was man am OSI dazu sagte.

Nur wer war sie, diese Dozentin die irgendwer mitbrachte und sich so intensiv mit einem Vorstandsmitglied unterhielt?

Da wusste er mehr, den Lehrstuhl für Stadtsoziologie sollte dort installiert werden.

Das war das Glück des Zufalls, wir konnten also hoffen und ganz nebenbei erfuhr, die meinte mich zu kennen.

Ich war mir meiner Sache sicher, solche Bekanntschaften hatte ich nie- diese Kreise waren 2 Hausnummern zu groß für mich.

Nachdem wir aber darüber diskutierten, ob man nicht ein solches Treffen nachträglich dokumentieren sollten, hatte ein Teilnehmer dieses bereits vollzogen.

Solche mitunter noch rein private Aufzeichnungen machen immer gewisse Runden, nichts ist dann gemeiner wenn man nach Monaten dazu angesprochen wird.

Es vergingen nur Tage, bis sich die Dozentin meldete, „daraus müsste man mehr machen“.

Man traf sich wieder, es fiel das Wort „Fallbeispiel“ und „ gesellschaftliche Analyse“ und dann vollzog sie die Wende zu weiteren Machbarkeitsstudien.

Wobei sich ihre ersten Beschreibungen auf das Geschehene bezogen und gleichzeitig wir nach Perspektiven uns umsehen sollten.

Ganz nebenbei erfuhr ich, woher sie mich kannte. Ich war derjenige, der sie mal vor 7 Jahren mit dem Auto zurück nach Berlin nahm.

Das war an diesem Tag wo über Deutschland der Schneesturm kam und wir in Helmstedt über Nacht blieben.

In der Tat benötigte ich damals auf der Autobahn von Hannover bis Helmstedt fast 3 Stunden und wollte nicht in die Nacht hinein weiterfahren.

An diesen Abend war ich geschafft, den Rest erledigte der Portwein- ich schlief bereits kurz nach der Tagesschau ein.

Ich glaube zunächst hatte ich das erst gar nicht mitbekommen als ich die Übernachtungskosten beglich und dazu die Telefonrechnung bekam.

Auf der Fahrt nach Berlin wollte sie mir unbedingt ihren Anteil von den Gesamtkosten begleichen- ich ließ es bei der Telefonrechnung.

Jetzt erfuhr ich mehr, schon damals war sie die junge Frau eines ordentlichen Professors und ihrem Mann hatte sie wohl ausführlich telefoniert.

Der wiederum würde mitunter heute noch von meinem beispielhaften Verhalten reden.

Na so klein ist mitunter die Welt, was uns das Gespräch brachte? Zunächst gewannen wir an Aufmerksamkeit, wir redeten nämlich wieder offen miteinander.

Das steigerte sich, was unter Junioren möglich war musste doch mit den Senioren auch klappen.

Wir organisierten eine Seniorenfahrt in Privat PKWs, holten die von Zuhause ab und steuerten das erste Ziel an, den Glockenturm am Olympiastadion.

Danach wussten wir, denen sollte man diesen Nachmittag gönnen- bei den sprudelten nur all die Erinnerung.

Das eigentliche Ziel waren die Wannsee- Terrassen- Kaffee und Kuchen, zurück gab es noch den Wunsch „ einmal am frühen Abend den Ku- Damm herunter fahren“.

Kosten ergaben sich auch und die Kasse bei uns war meistens leer, was bietet sich an?

Da gab es einen mittelständigen Unternehmer, der einmal signalisiert hatte- einzuspringen wenn die Spende beim Menschen ankam.

Er hielt Wort, denn mit einigen dieser Senioren war er einmal aktiv in der Partei und konnte sich auch noch an den ein oder anderen erinnern.

Eigentlich waren wir wieder einmal zufrieden, nur das mit den Kosten sollte uns nicht noch einmal passieren.

Unser weiteres Vorgehen musste also kostenneutraler werden, man schränkt sich dabei zwar ein – sollte seine Gedanken jedoch in eine andere Richtung bringen.

Wir waren also wieder bei den Fallstudien, das Thema lautete: Andere Bürger einbeziehen durch Öffnung.

Vorsichtig ging es ans Werk, wahrhaftig meldeten sich unsere 3 Damen aus der zuvor genannten GEW Gruppe, sie hatten etwas zum Thema.

Sie hatten nicht nur im Deutschunterricht an den Schulen sondern mit interessierten Eltern „Siegfried Lenz“ gelesen.

Sein Heimatmuseum war gerade aktuell, was lag näher als diese Idee aufzugreifen.

Zwar lief das etwas holprig an, uns wurde klar wir benötigten einen anderen Ort und fanden den im Falken- Laden.

Zur zweiten Lesung kamen bereits mehr als 20 Zuhörer also fast doppelt so viele wie zu den Ortsvereinssitzungen.

Daraus folgten interne Diskussionen, um unsere Stellung zu untermauern griffen wir auf Material der Landeszentrale für politische Bildung zurück. Da war man durchaus etwas weiter, stellten den Begriff der politischen Bildung zur Diskussion.

Eigentlich eine ureigene Aufgabe eines jeden Ortsvereins, auch da hatten wir Glück.

Das neue Programm der Urania hatte das Politische Buch aufgenommen und kein geringerer als der Autor, welcher mit Josef Felder seine Erinnerungen mitgestaltete- hielt dort zu diesem Thema einen Vortrag.

Für alle Sozialdemokraten die sich zur linken Familie bekennen, sind die Erinnerungen von Josef Felder fast eine Pflichtlektüre.

Es gingen auch die mit, von denen man es nicht erwartet hatte, ich glaube einige von denen hörten manches zum ersten Mal und von denen war der Name Toni Pfülf bisher unbekannt.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 21. November 2016 um 15:42 Uhr  

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