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Start Neuigkeiten Teil 179 "Die Regie in die eigene Hand nehmen"

Teil 179 "Die Regie in die eigene Hand nehmen"

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Die Regie einmal wieder in die eigenen Hände nehmen, was eigentlich logisch sein sollte.

Man sollte handeln bevor es zu spät ist, allerdings war ich nie der Mensch, der zu Demos aufrief und auch nicht der, der bei einer Demonstration stets in der ersten Reihe auffallen wollte.

Es gab aber in meinem Leben genug Anlass zu demonstrieren, die Frage stellt sich immer: Wem hilft das, wer zieht daraus seine Nutzen und wen kann man bewegen mit zur Demo zu gehen, für mich heißen Demonstrationen zunächst nur: Man sollte Flagge zeigen, wir sind viele und möchten gehört werden.

Man darf sich aber nicht allzu große Hoffnung machen, dass danach etwas geändert wird.

Veränderungen laufen in einer Art der besonderen Regie und dazu benötigt man vor allem einen Willen etwas zu verändern.

Vor dem Willen kommt die Einsicht der Betroffenen, die wiederum hängt mit der Aufklärung zusammen.

All das wird zusammen gefasst unter der Beschreibung „Mobilisierung“, die sollte beginnen mit einem Dialog.

Dialoge die unter einer Flagge der Gesetzten veranstaltet werden, können niemals auf Augenhöhe geführt werden.

Ein Dialog ist dann fair und erfolgreich, wenn der Moderator sich bei Zurück nimmt.

Alles andere sind sog. Showveranstaltungen, über dessen Sinn man streiten kann, einen politischen Mehrwert haben sie meistens nicht.

Wer mal auf Kongressen und Tagungen innerhalb von Foren und Gesprächsreihen zu Gast, der kennt den Ablauf.

Man beginnt mit der Begrüßung der Gäste, würdigt den Festredner- bevor er etwas gesagt hat und freut sich auf die anschließende Podiumsdiskussion.

Allerdings war das Thema damals in Wuppertal im entschiedenen Jahr 1987 für mich viel zu heiß, um hier auf dem Podium diese Freude anderen zu bieten.

Wir saßen zu 4. auf dem Podium und waren bereits einige Zeit zuvor in Kontakt untereinander getreten.

Diesmal wollten wir die Regie in die eigene Hand nehmen, nicht nur zum Thema einer Fabrikation im Jahre 2000 gesteuert von Daten und Impulsen uns austauschen sondern über die Konsequenzen reden.

Was passiert am Arbeitsmarkt, wie sieht die Tätigkeit der Worker aus und was schleust man aus?

Wo wir wiederum bei der Zulieferer- Industrie waren, werden diese Betriebe zu verlängerten Werkbänken der Großindustrie?

Das heißt, diesmal mussten sich all diese geladenen Gäste anhören, wie man auf dem Podium versuchte das Diktat der Macht herauszufordern.

Es gibt stets dabei die Frage nach den Beispielen, ein Beispiel konnte man immer liefern- der High tech Betrieb im Hinterhof.

Nehmen wir an, der musste sich in diese Abhängigkeit bringen, weil ihm der vernetzte Absatzmarkt fehlte.

Diese Prognose nahm an, im Jahre 2000 beschäftigte ein solcher Betrieb 20 Mitarbeiter.

Die voraussichtlich dann pro 35 Stunden in der Woche arbeiteten, man hatte es also mit 700 Wochenstunden zu tun.

Davon musste man allerdings fast 100 abziehen für die allgemeinen Aufgaben und für die Verwaltung.

Es blieben also 600 verfügbare Wochenstunden, rechnete man davon 70 ab für die Bereitstellung und Wartung, verblieben 530 Stunden.

Mit denen musste man einen Betrieb wirtschaftlich führen, um all die Versicherungen, Kredite und verordnete Beiträge zu bezahlen außer der Miete, verblieben rechnerisch 500 und von denen ging noch die Miete der Räume ab.

Es verblieben also ca. 450 Stunden als rechnerische Größe der Gegenleistung- die nicht nur den Betriebsgewinn umfasst plus der Gesamtkosten der Entlohnung sondern auch den Einkauf von Rohstoffen, Halbzeugen, Betriebsmittel und den Versand.

Falls jetzt einer widerspricht, der hat die Betriebs Analyse Management nicht verstanden, damals erlebten wir nur staunende Gesichter.

Diese staunenden Gesichter trugen jene, die sich entlasten wollten und anderen die Last aufdrücken wollten.

Sieht man das heute im Jahr 2015 ist der Circus nur globalisiert weiter gerückt.

Das konnten wir allerdings damals nicht ahnen, dass 3 Jahre danach die verlängerte Werkbank der westdeutschen Versandhäuser mit der Auflösung der Stasi-Knastanlagen zusammen brach.

Was wir allerdings geschafft hatten, mittels unserer Regie das Thema zu erweitern und daraus folgte eine erregte Diskussion.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 05. April 2017 um 12:48 Uhr  

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