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Start Neuigkeiten Teil 183 "Man machte mich schlau"

Teil 183 "Man machte mich schlau"

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Ich wurde innerhalb von kurzer Zeit um einiges schlauer, erfuhr dabei einiges über mich was ich eigentlich gar nicht beachtet hatte.

Gehen wir einmal diese ganze Sache der Reihe nach durch, wer mir diese besagte Stellenausschreibung gönnte- erfuhr ich nie.

Diese wiederum entsprach der Tätigkeit mit der ich u.a. mehrere Jahre beschäftigte, allerdings konnte man nicht erkennen- wo und wann die öffentlicht wurde.

War das nun eine sog. ordentliche oder wollte man intern etwas ausloten?-

Diese Frage verschob ich erst einmal, denn unter der Stellenausschreibung stand: Ansprechpartner am Institut ….. für weitere Informationen und Sondierungsgespräche Herr Dr. …. plus Telefonnummer.

Ich wagte es nach einigen Tagen diese besagte Telefonnummer zu wählen, dabei bemerkt man sofort den Apparat dahinter.

Das Institut wurde eigentlich von einer Hochschule betrieben und man vermittelte mich stets höflich weiter.

Dann hatte ich den besagten Teilnehmer, der mir mehr Informationen geben sollte.

Was sehr interessant war, wir kannten uns- denn er war einer von den Studenten die vor mehr als 16 Jahren mitunter im Plenum des Studentenhauses erschien.

Das Telefonat war eigentlich kurz, denn er war erfreut, notierte meine Anschrift und sagte nur „ wir sehen uns.“

Es dauerte nicht lange, die Einladung zu einem Sondierungsgespräch erreichte mich plus Spesenvorschuss.

Ich saß ihm dann gegenüber, in einem Neubau in einer kleineren Stadt im nördlichen Sauerland, hier erweiterte man gerade ein Institut, was sich u.a. mit Arbeitsinhalte und Arbeitsstrategien beschäftigte.

Zunächst erzählte er mir, wie er die letzten 15 Jahre verbrachte, er war über der produzierenden Industrie in einen Fachbuch Verlag eingestiegen.

Mittels der Publizistik gelang ihm der Kontakt zur Wissenschaft, in der Zeit verfasste er seine Doktorarbeit.

Trat danach zunächst in einen Fachbereich ein und war nun in der Verwaltung des Instituts tätig.

Dagegen konnte ich kaum kontern, allerdings interessierten ihn nur meine letzten 5 Jahre und diesen Tätigkeitsabschnitt nahm er mit mir konsequent durch.

Dabei fielen Bemerkungen, etliche davon betrafen mich nicht- sondern bezogen sich auf den Ablauf der noch kommen sollte.

Die Stellenausschreibung war im Institut entstanden, hier sah man sich dazu veranlasst in diese Richtung zu gehen und ich sei nur derjenige der für diese Stelle fast an der obersten Stelle stehen würde.

Immer mit der Einschränkung, es könnte allerdings sein, dass die Hochschule dies an sich ziehen würde.

Das wäre dann eine ordentliche Stellenausschreibung, dabei käme die erste Etage über eine ganz andere Schiene.

Trotzdem habe aber das Institut ein Mitspracherecht, in ein Team darunter würde man mich einsetzen.

Das war für mich eigentlich logisch, etwas verwirrender für mich war allerdings der Einsatztermin.

Sollte das über die Hochschulleitung erfolgen könnten mehr als 12 Monate vergehen, um kurzfristig etwas zu machen fehlte die Etatposition.

Zu meiner Überraschung wollte man mich aber in kürze einbauen, das wiederum wäre für mich zum Vorteil die Probezeit nutzen zu können.

Er hatte allerdings bereits vorgesorgt, in einem kleineren Anbau saß ich einer Seminarleiterin gegenüber.

Zunächst war die sehr erfreut, endlich mal einen Quereinsteiger direkt aus der Großindustrie kennen zu lernen, dann kam sie allerdings zu ihren Seminarreihen und den Nieten die sie dazu im Stellenpool vorfand.

Nach einer Weile, des intensiven Zuhörens wurde mir klar „das versteht man hier unter einem Sondierungsgespräch“.

Das was mir die nette Seminarleiterin anbot war eine über 12 Monate begrenzte Stelle.

Ich hatte also innerhalb von wenigen Stunden, etwas über 3 verschiedene Stellen gehört, es begeisterte mich zwar nicht aber trotzdem fand ich es interessant.

Zum Schluss landete ich in der Außenstelle des Personalbeschaffungsamtes, dort wunderte man sich allerdings, dass man nach dem ersten Sondierungsgespräch hier her geleitet wurde.

Zunächst kam die Personalstammdatenerfassung, immer wenn die EDV einen Stern auswarf sollte ich dafür die Unterlagen beistellen.

Danach ging es über zur Profilierung, das betraf wiederum meine letzten 5 Jahre, auf einiges konnte ich verweisen.

Was negativ sich auswirkte war der entsprechende Teil meiner Arbeitsbiografie, ich hatte mich noch niemals auf eine Stellenausschreibung beworben. „wo steckte ich die letzten 15 Jahre?“.

Das versuchte ich zu interpretieren, vom studentischen Mitarbeiter mit ins Projekt, von dort ins Stammhaus mit dem Ziel „Sachbearbeiter“ zu werden.

Mit wechselnden Tätigkeiten bis zum Referat. „ Dynamisch“ nannte er das nicht, die weiteren Fragen nach den erworbenen Qualifikationen wollte ich mit dem dualen Praktikum beginnen aufzuzählen.

Das sollte ich ziemlich schnell vergessen, dazwischen würden fast 2 Generationen im allgemeinen Maschinenbau liegen und ich hörte das Wort von der Knüppelmechanik.

Mit meinen zusätzlichen Qualifikationen war also Schmalspur, mir fielen allerdings dazu ein paar Zwischenzeugnisse ein.

Die schrieben stets Abteilungsleiter, wenn sie wechselten und diese Wechsel waren häufig.

Damit konnte ich also dienen, denn mancher bescheinigte mir in diesen Zeugnissen gewisse vorher gehende Maßnahmen ergriffen zu haben.

Damit gab er sich mehr als zufrieden, stellte dann aber fest, um zu verbeamtet zu werden- wäre ich bereits zu alt.

Mittels neuer Tabellen kamen wir dann zu der Eingruppierung- mit den bekannten Sprüngen.

Was dann wiederum mein Bruttoanfangsgehalt ergeben sollte und das lag um fast 25% unter dem was ich in noch ungekündigter Stelle in Berlin verdiente.

In mir wuchs die Begeisterung, die hatte allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

Der Reihe nach, Pendler mit Trennungszulage, danach das Studio mieten und beim Familienumzug behilflich bei der Wohnungssuche, Wohnungen bot man denen stets an.

Ich bekam eine bunte Fibel, die kleine Stadt stellte sich vor und die Einlage der frei verfügbaren Wohnungen.

Das saß, die mir zusagten waren in JWD und Einlieger- Wohnungen in 2 Familienhäusern, der Mietspreis hatte sich dem in Berlin bereits angenähert.

Meiner Frau sagte ich gar nichts über meinen Ausflug in den Wilden Westen und die Unterlagen schickte ich nie ab.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 16. Juni 2017 um 12:46 Uhr  

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