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In Memoriam

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Die Brand(t)lose SPD.

"Wandel durch Annäherung" und "Politik der kleinen Schritte": Beide Mottos verbinden die meisten mit Willy Brandt und seiner Regierung der Annäherung zwischen Ost und West.

Sie gehen aber zurück auf einen Mann, der damals, Anfang der 70er Jahre, in der zweiten Reihe stand: Egon Bahr.

Mit ihm hat Deutschland einen seiner großen Sozialdemokraten verloren.

Seit 1956 war Egon Bahr Mitglied der SPD. Von 1960 bis 1966 leitete er das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin und war als solcher Sprecher von Willy Brandt, damals Regierender Bürgermeister.

Später, zwischen 1966 und 1969, war Bahr im Auswärtigen Amt tätig, unter anderem als Botschafter.

Brandt war in der Zeit Außenminister.

Dann, nach der Bundestagswahl 1969, wurde Bahr Staatssekretär im Bundeskanzleramt unter Brandt.

Als Unterhändler in Moskau und Ost-Berlin wirkte er bei etlichen Verträgen mit, die zur Entspannung zwischen Ost und West beitrugen: am Moskauer Vertrag, am Warschauer Vertrag und am Grundlagenvertrag.

Von 1972 bis 1990 war Bahr Mitglied des Deutschen Bundestages.

1972 wurde er Minister für besondere Aufgaben: Hier setzte er vor allem Brandts neue Deutschland- und Ostpolitik um. 1974 wurde Bahr dann Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit - unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. 1976 schied Bahr aus dem Kabinett aus.

Danach wurde er Bundesgeschäftsführer der SPD.

Sein großes Thema blieb aber die Abrüstungs- und Friedenspolitik.


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. Februar 2016 um 03:14 Uhr  

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