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Sind wir fit für die Zukunft?

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Innerhalb von wenigen Monaten kann man erleben, wie sich eine jahrelange rückwärts orientierte Politik sich rächt.

Gehen wir einmal das sukzessive durch, es waren doch überwiegend stets die Innenpolitiker aus den Reihen der Konservativen, die die Lage im Land nicht richtig einschätzen.

Eigentlich waren wir nämlich bereits über Jahre hinweg ein Einwanderungsland, man sträubte sich mit allen Mitteln diese Realität anzuerkennen.

Hätten wir heute ein Bundesministerium für Migration und Einwanderung wären nicht nur entsprechende Mittel geflossen, sondern man könnte auf einen Unterbau zurückgreifen.

Der Unterbau fehlt und all diese fleißigen und aufrechten freiwilligen Helfer, kann eigentlich nur die Erste Hilfe leisten.

In diesem Unterbau geht es um mehr als Koordinierung und Organisation, es geht mittels der Migration die Integration in unsere Gesellschaft zu fördern.

Zur Integration gehört nun einmal die Kommunalpolitik, hier ist das Anpacken die Kernaufgabe.

Eine Kernaufgabe die unter der Regierung Merkel stets finanziell ausgebremst wurde, man hatte das politische Augenmerk auf ganz andere Themen gesetzt.

Es gilt nach wie vor „unsere Gemeinden und Städte sind der eigentliche Schmelztiegel der Gesellschaft.“

Hier hat man Mittel gekürzt und eine verfehlte Förderungspolitik gemacht, man hat Gemeinden und Städte ausbluten lassen.

Es fehlt nicht nur am sozialen Wohnungsbau sondern an der Infrastruktur, erkennbar an der sozialen Mischung.

Man hat über Jahre zugesehen wie ein Verdrängungsprozess stattfand, es war wesentlich leichter zu privatisieren und Einrichtungen zu schließen anstatt sie zu sanieren.

Vor uns liegt nun eine Mammutaufgabe, zunächst die Funktion aufrechterhalten, danach die Integration als die Zukunftsaufgabe heraus stellen.

Eine Zukunftsaufgabe die man eigentlich nur zweispurig angehen könnte, durch die Erfassung und Betreuung innerhalb der Migration und durch ein Management innerhalb der Städte.

Man spricht dabei vom Kiez- bzw. Quartiers-Management, das können also in einer Stadt mehrere sein an den verschiedenen Orten.

Hier geht es zunächst einmal um das Erfassen von Aktivitäten, „wer beschäftigt sich wo eigentlich mit was?“.

Diese Gruppen unter einen Hut bringen, damit sie zunächst miteinander in Kontakt kommen und ihre Aktivitäten herausstellen und miteinander abstimmen.

Erst danach kommen die Wohnstruktur und der Sozialatlas, damit wird etwas transparent, was einigen wahrhaftig nicht schmecken wird.

Wie sicher ist ein sozialer Kiez und was verträgt der Kiez noch an Zumutung? Wie nutzt man Freiflächen und was wünscht eigentlich der Bürger?

Mit dem Bürger ins Gespräch kommen und nicht den Bürger belehren, das funktioniert nur über Angebote.

Das Ergebnis könnte der funktionierende Schmelztiegel sein, mit einer Vielfalt von unterschiedlichen Kulturen.

Damit lässt sich wiederum anders leben, hier sollte man die Vorteile herausstellen.

Ein Miteinander ist immer vorteilhafter als ein Gegeneinander, Miteinander geht aber nur mit einem Wille.

Der Grundstock dazu ist aber die gesellschaftliche Bildung, nur davon sind wir in der Fläche meilenweit entfernt.

Wir haben innerhalb der Epoche des Neoliberalismus die humane Grundausrichtung in die Schmuddel Ecke gestellt.

Jeder sieht nur noch sich und seine eigene Situation, soweit ist es gekommen- dazu kommt die Politik der schwarzen Null.

Beide Faktoren gehören auf den Prüfstand, wir sind kein isoliertes Land im Wunderwerk des Neoliberalismus, sondern wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Wandel.

Den wir mit Hilfe der Willkommenskultur humaner gestalten sollten, damit wir miteinander sozialer und gerechter uns entfalten können.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 18. Oktober 2015 um 02:46 Uhr  

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