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Umverteilung - das eigentliche Kapital der Linken

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Eine dringend benötigte gesellschaftliche Debatte entsteht nicht wenn man etwas besser machen will, sondern sollte sich auf den Grundsatz aller Linken beziehen und das ist nun einmal die Umverteilung.

Umverteilung ist demzufolge das Gegenteil einer Bevormundung, Umverteilung ist das Stück Gerechtigkeit gegen Jedermann.

Bevormundung ist eine Bevorzugung, eine Ausklammerung bzw. eine Vergünstigung, es kann somit eine Subvention sein, ein Staat der dieses zum Programm hat klammert andere aus, er begünstigt jene die der Politik der jeweiligen Regierung näher stehen.

Anders ausgedrückt kann das zu einer Verschiebung innerhalb der demokratischen legitimierten Verhältnisse führen.

Betrachten wir das einmal in Form von Beispielen, wir erleben derzeit Kostenexplosionen dort wo Länder und Kommunen Prestigebauten in Angriff nehmen, hier planen im Auftrag des Staates Manager, die mittels ihrer Macht über Gelder verfügen von denen mancher Kämmerer träumt.

Der eine untersteht der direkten parlamentarischen Kontrolle und der andere ist dem Erfolg verpflichtet.

Würde man hierbei fehlgeleitetes Geld anderweitig nutzen wären wir ein Stück weiter in der Debatte mit dem Namen „Umverteilung“.

Umverteilung steht immer in einem volkswirtschaftlichen Zusammenhang, welchen Nutzen erzielt man damit und dient der allgemeinen Zufriedenheit der Bürger?

Ich behauptete einmal mehr an volkswirtschaftlichen Nutzen und am unmittelbaren Zuwachs hätte man erreichen können durch die Neubewertung des Basis, denkt man dabei um innerhalb der Verteilung, wären aus sog. Investitions- und Steuergeschenken durchaus der Einstieg in ein bedingungsloses Grundeinkommen möglich gewesen.

Ich werde mich hüten hier zum Verfechter für das bedingungslose Grundeinkommen zu werden, für mich hat die Arbeit wiederum immer einen Wert.

Wir folgen hier nur ein Gedankenspiel, mittels Umverteilung der Volkswirtschaft den Zuwachs zu verschaffen, mittels üblichen Steuersatz vom Kraftstoff auf den Diesel würde der Staat zusätzliches Geld einnehmen was er dem Bürger an anderer Seite vergüten könnte, das wäre ein weiteres Beispiel für jene Gerechtigkeit gegen Jedermann.

Umverteilung ist aber nicht nur eine Staatsfunktion, sondern in erster Linie auch eine Veranlagung zur Lohn- und Gehaltssteuer.

Da gibt es die beiden wunden Punkte, der sog. Mittelstandbauch und der immer noch viel zu geringe Spitzensteuersatz.

Im Klartext, hier werden Großverdiener von der Steuerlast verschont, im Gegenzug schrumpft aber der Mittelstandbauch.

Das wiederum hängt indirekt mit der Einkommenssituation zusammen, in der Summe erodiert in unserer Republik der Mittelstand, durch stagnierte Löhne und durch den Wegfall von qualitativen Arbeitsplätzen.

Es begann damit, das behauptet wurde: „Sozial sei das was Arbeit schafft,“ damit verlagerte man eine Diskussion über den eigentlichen Wert der Arbeit, hin zu einer ökonomischen Größe.

Das Ergebnis sehen wir, Qualitätsarbeit in einem prekären Verhältnis. Arbeitsleistungen die nicht den Wert des Arbeiters entsprechen sind sozialökonomische Fallgruben.

Mit solchen Strategien kann man keinen volkswirtschaftlichen Zuwachs erzielen, keine Binnenkaufkraft steigern und die Sozialsysteme dauerhaft finanzieren.

In der prekären Lage befindet sich nicht nur der Arbeitnehmer in den unteren Lohngruppen, der kurz über den Mindestlohn verdient sondern auch all die Freischaffenden und Akademiker die sich in Halbtagsjobs und in Zeitverträgen befinden.

Hier steht eigentlich das alte linke Thema der Umverteilung an erster Stelle, was nutzt es dem Staat wenn Aktionäre sich höhere Dividenden gönnen und die Vielzahl der Worker einen Stundenlohn von 9,25 Euro bekommt?

Ich dachte, ich höre nicht richtig als sich der VW Aufsichtsrat bei Winterkorn bedankte und ihn mit Millionen bedachte, wo andererseits in den VW Zulieferbetrieben in einer ganzen Region die Lichter ausgehen können.

Umverteilung ist die Antwort auf die brennende soziale Frage, dazu gehört mehr nämlich die Planungssicherheit und zu der wiederum gehört nun einmal der faire Lohn und der bezahlbare Lohnraum.

Beide Faktoren die der privaten Planungssicherheit nun einmal dienen, wurden fast 30 Jahre vernachlässigt.

Der augenblickliche Indikator einer durchaus vorhandenen sozialen Spannung in der Gesellschaft ist nicht nur der fehlende bezahlbare Wohnraum sondern darüber die Erkenntnis von einer steigenden Zahl von Menschen in unserem Land die von der Altersarmut betroffen sein könnten.

Altersarmut ist dann gewollt, wenn ein Arbeiter von seinem Lohn kaum über den Monat kommt.

Mit einem Mindestlohn von 8.50 Euro in der Stunde über mehr als 20 Jahre ergeben das Altersrentenansprüche unter 400 Euro, wobei die tatsächliche Rente sich addiert aus dem weiteren Berufsleben und am Ende dessen knapp über die staatliche Grundsicherung liegen wird.

Um aber im Alter einigermaßen über die Runden zu kommen, wäre ein Mindestlohn von 12,50 Euro in der Stunde angebracht.

Diese 12,50 Euro in der Stunde ist aber genau der Satz den heute wiederum Halbtags Beschäftigungs- Akademiker, wenn man das auf den 8 Stundentag bezieht, verdienen.

Das bedeutet sie würden eine Altersrente von knapp über 1100 Euro bekommen.

Dazu im Gegensatz die derzeitigen Mietpreise in unseren Ballungsgegenden, wo eigentlich immer noch die Formel aus dem 2. Semester der VWL gilt, die monatliche Mietbelastung sollte zw. 30 und 40% des monatlichen Nettoeinkommens liegen.

Dazu kommt noch eine Regel, ein Werktätiger(so hieß das wirklich), sollte nach 20 Jahren im Beruf sich ein dispositives Finanzpolster von mehr als 10 monatlichen Nettoeinkommen zugelegt haben.

Na davon sind wir aber weit entfernt, wir sind eine sozialökonomische Schieflage gekommen, machen aus Reiche Superreiche und werden zu einer Nation der Altersarmut.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 01. November 2015 um 03:52 Uhr  

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