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Flüchtlingsströme lassen sich durch den Staat allein nicht bewältigen

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Das Problem in der öffentlichen Kommunikation über die Flüchtlingskrise liegt darin, dass nicht wirklich kommuniziert wird! Allensbach-Chefin Renate Köcher bringt es in einem Interview auf den Punkt, dass die Leute Angst haben, ihre Meinung zu sagen.

Sie fürchten, dass sie dann in die rechte Ecke gestellt werden.

Auf der anderen Seite steht derzeit eine Regierung, die keine Antworten auf die Flüchtlingsströme findet und darüber zunehmend in die Krise gerät. Das staatliche Handeln wird dabei zunehmend durch die Suche nach politisch korrekten Sprachregelungen für die Ohnmacht ersetzt.

Schließlich bilden sich im Land Gruppen, die von pragmatisch optimistischen Einstellungen, bei deutschen Wirtschaftsverbänden, welche von einem positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt, einer Belebung er Wirtschaft und einer Hilfe bei der Lösung des demografischen Problems durch die Flüchtlinge ausgehen. Andere Gruppen wie Pegida, sehen den Untergang des christlichen Europas voraus. Noch andere Gruppen, wie beispielsweise die Kirchen, sehen eine Chance, dass die Gesellschaft wieder mehr Mitmenschlichkeit entwickelt und unterstützen die Willkommenskultur unserer Kanzlerin.

In Wirklichkeit geht ein Ruck durch die Gesellschaft, der wie ein Augenöffner wirkt. Wir werden überrannt, aber das war zu erwarten. Der Zustrom von Menschen nach Deutschland begann ja nicht mit der Flüchtlingskrise, sondern schon lange davor. Außerdem haben wir sehr viel Zuzug aus der EU, seitdem die Eurokrise den südeuropäischen Ländern die Wirtschaft verhagelt hat.

Öffentliche Diskussion muss alle Facetten auf den Tisch bringen

Die öffentliche Diskussion ist mangels staatlicher Lösungsvorschläge und bei fehlenden Kompetenzen und Ressourcen des Staates für diese Krise in Detailfragen abgedriftet oder aber ideologisch entgleist. Sie bezieht dabei die Bevölkerung zu wenig ein, was in der tiefen Furcht vieler Politiker gründet, dass die Deutschen sich als Fremdenhasser outen könnten und Entscheidungen erzwingen, die Europa schaden.

Diese Befürchtung ist vermutliche vollkommen ungerechtfertigt, wie auch Allensbach-Chefin Köcher annimmt. Vielmehr scheint die Berliner Politik sich eine konstruktive Rolle der Deutschen, die über eine „Willkommenskultur“ hinausgeht, gar nicht vorstellen zu können.

In Wirklichkeit aber ist Deutschland zu viel mehr fähig. Wo der Staat versagt, kann die Bevölkerung helfen und Flüchtlinge integrieren. Dazu gehört Hilfe und Unterstützung, aber auch das Vermitteln von Normen, schlicht die Erziehung von Flüchtlingen. Was viele Leute empört ist, wenn beispielsweise die Polizei bei Regelverstößen durch Flüchtlinge den Kopf in den Sand steckt und nicht durchgreifen will.

Staat und Hilfsorganisationen halten Bürger auf Distanz!

Auf der anderen Seite gibt es auch sehr viele Menschen, die eigentlich helfen wollen und davon abgehalten werden. Wenn Menschen unkompliziert Wohnraum zur Verfügung stellen wollen, werden erstmal bürokratische Hürden gegen sie in Stellung gebracht! Das berichten viele Menschen, ebenso, wie die fast aggressive vorgetragenen Ablehnungen vieler Organisationen, was Sachspenden angeht. Wenn Sachspenden, dann bitte nur die richtigen. Es werden deutsche Normvorstellungen in Stellung gebracht, um Kleiderspenden oder Spielzeuggeschenke an Kinder, oder Lebensmittelspenden abzuwehren und gleichzeitig bekommen syrische Familien eingeschweißte Bettwäsche aus dem Jahre 1963, die aus Zivilschutzlagern geholt werden. Die Bevölkerung bleibt außen vor. Möglichst keine Spenden bitte, außer Geld!

Das ist, mit Verlaub gesagt, Scheiße!

Unterm Strich haben wir es in Deutschland mit einem hilflosen Staat und einer Bevölkerung zu tun, die reich an Ressourcen ist, aber bei ihrem Wunsch zu helfen, massiv reglementiert und behindert wird. Das macht ein schlechtes Gefühl bei allen, insbesondere dann, wenn offensichtlich ist, dass staatliche Stellen noch nicht einmal in der Lage sind, die Flüchtlinge zu registrieren und sie dann wochenlang in Kälte und Regen stehen lassen, wie in Berlin geschehen!

Deutschland kann helfen

Die Bevölkerung in unserer Republik hat ein äußerst hohes Potential und ist auch in der Lage Millionen von Flüchtlingen zu integrieren! Dies gelang nach dem zweiten Weltkrieg bereits unter sehr viel schlechteren Bedingungen. Man muss die Leute nur helfen lassen und darf nicht unser Gestrüpp von Regeln, Vorschriften und Gesetzen gegen die Helfer in Anschlag bringen. Ein bisschen Anarchie gehört nun mal dazu, insbesondere, wenn der Staat sowieso nicht in der Lage ist, seine Funktion ausreichend zu erfüllen.

Es ist lächerlich, wenn die öffentlich rechtlichen Medien den Flüchtlingen in einer breit aufgelegten Informationskampagne erklären, dass sie hier nicht arbeiten dürfen und wenn, dass sie dann unbedingt Steuern zahlen müssen.

Das ist ein Witz, angesichts der Situation.

Aufstand der Anständigen!

Wir brauchen tatsächlich einen Aufstand der Anständigen.

Dieser Aufstand ist aber ganz anders gemeint, als es das ideologische Gewäsch der SPD-Spitze impliziert. Es ist ein Aufstand gegen die Rigidität des versagenden Staates gegenüber unbürokratischen und spontanen Hilfsangeboten, die aus der Bevölkerung kommen.

Hier könnten die Medien mal einhaken, um das deutsche Potential zu heben und zu fördern.

Denn, um es mit der Kanzlerin zu sagen, „Wir (alle) schaffen das!“ Das wäre doch gelacht!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 14. November 2015 um 03:11 Uhr  

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