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Bluse hat den Blues!

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Das Blusenfräulein hat Recht, wird sich aber nicht durchsetzen können.

Gestern massiv gedemütigt auf dem CSU-Parteitag, wo sie sich stumm eine Standpauke ihres Koalitionspartners anhören musste, die geradezu oberlehrerhaft herüber kam.

Seehofer erklärte Merkel, dass die CSU Obergrenzen für Flüchtlinge einziehen will, als sei die Kanzlerin etwas auf den Kopf gefallen.

„Wir wollen die Flüchtlingszahlen re-du-zier-en"!

Betonte der Parteichef der Kanzlerin gegenüber, die fast ohne Applaus durch einen Nebeneingang wieder verschwand.

Unser Blusenwunder wird sich das merken und vermutlich bald eine Revanche finden, die Seehofer rot werden lassen wird, denkt man sich so.

Man kennt doch die Kanzlerin.

Wie auch immer.

Unsere Kanzlerin hat den Blues, obwohl sie eigentlich die richtige Strategie verfolgt.

Die Deutschen wollen ihr nur nicht folgen, über fünfzig Prozent, in einigen Umfragen sogar an die siebzig Prozent der Befragten, wollen Obergrenzen und verschlossene Türen für Millionen. Punkt.

Das Problem liegt darin, dass die Kanzlerin ein Kommunikationsproblem hat und ihr fesches Oberteil die Sache auch nicht mehr gerade rücken kann.

Sie ist düpiert und wirkt derangiert und vor allem hat sie die Medien nicht mehr auf ihrer Seite.

Weder Friede Springer noch ihre andere Freundin Liz Mohn mögen so richtig mit Merkel in die Schlacht ziehen.

Warum?

Fürchten sie die Rache der Leser?

Oder denken sie selbst, dass Deutschland die Weltoffenheit bitte nur bei Weltmeisterschaften demonstrieren soll und sonst weiter gepflegte „splendid isolation“ betreiben soll?

Noch schlimmer wäre, wenn Friede Springer und Liz Mohn Angela Merkel fallen lassen würden.

Dann kann sie 2017 nicht mehr Kanzlerin werden!

So ist das bei uns, und die Frage, ob es dann nochmal eine Bluse im Kanzleramt geben wird, wird höchst fraglich sein!

Die Personalie Merkel ist aber nur das eine. Das andere wichtigere ist, dass die Deutschen auf dem Holzweg sind, wenn sie denken, dass sie jetzt noch eine Abschottungspolitik fahren können.

Mit Nichten!

Wir sind gar nicht in der Lage, einen Zaun hochzuziehen. Sollte das passieren, würden uns die europäischen Partner reihenweise verklagen, weil keiner der Südeuropäer auf Millionen von Flüchtlingen sitzen bleiben will.

Sie hätten auch gute Chancen Deutschland einen Verstoß gegen das Schengenabkommen und gegen die europäische Solidarität (ein festgelegtes Prinzip) vorzuwerfen. Auch wenn andere Europäer noch viel unsolidarischer sind.

Vergessen wir nicht, dass die Hauptlast der Flüchtlinge über Jahre von Italien getragen wurde, dann von Griechenland und Spanien und erst jetzt von Deutschland.

Aber auch das ist eigentlich nebensächlich, wenn man bedenkt, dass wir uns im Krieg mit dem Islamischen Staat, oder sagen wir einer Islamistischen Front befinden, die mit den Flüchtlingsströmen, die sie provoziert, voll auf Europa zielt.

Wenn wir keine mittleren Unruhen in Europa haben wollen, müssen wir unsere Mitbürger überall in Europa überzeugen, dass da aus Syrien, Libyen und dem Irak und Afghanistan gerade die Vernünftigen kommen, die von den Verrückten vertrieben wurden!

Also müssen wir die Vernünftigen auch vernünftig empfangen, damit sie nicht verrückt werden.

Vor allem aber müssen wir sie deshalb bei uns aufnehmen, um eine neue Grundlage für den Frieden im mittleren Osten zu schaffen.

Denn diese Millionen sind diejenigen, die hinterher ein annähernd demokratisches Syrien oder Libyen oder Afghanistan sicherstellen sollen.

Wir müssen die zu unseren Verbündeten machen.

Merkel hat längst begriffen, dass der Preis nicht zu hoch sein kann, wenn wir irgendwann in Europa in Frieden leben wollen.

Das geht nur, wenn die Menschen, die jetzt weglaufen, hinterher freie und friedliche arabische Länder gestalten können.

Wenn man die nun zurückschickt, treibt man sie in die Verzweiflung und den Islamisten in die Arme.

Es wird schon schwer genug sein, zu erklären, warum man tausende von Menschen ausbombt und tötet, um die Islamisten zu besiegen.

Wenn man dann auch noch ganze Völker für deren Verrückte in Sippenhaft nimmt, ist Schluss mit Frieden.

Das alles weiß Merkel und weiß deshalb auch, dass es keine Obergrenzen gegeben darf.

Es geht um die friedliche Zukunft Europas und wenn wir dafür zehn Millionen Menschen aufnehmen müssen oder zwanzig. Egal!

Merkel vermittelt das nicht ausreichend drastisch und das ist ihr Problem.

Bluse hat den Blues.

Damit sollte sie aufhören und offen sagen, was Sache ist!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 21. November 2015 um 04:09 Uhr  

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