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Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz

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Ich hätte vor mehr als 10 Jahren nicht gedacht, dass dieser Impuls der damals u.a. auch von Michael Blumenthal ausging, der Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz in die Öffentlichkeit zu bringen.

Heute kann ich mich freuen, wenn unsere FB Freundin Regina aus Steyr sagt, diese Ausstellung kommt jetzt nach Steyr.

Damals war das politische Klima dafür in Berlin eigentlich reif, in den Kirchen der Stadt stellte man sich der Vergangenheit, es dauerte allerdings noch ein paar Jahre als am späten Nachmittag eines 9. November ein Schweige- und Trauermarsch sich in Bewegung setzte.

Es waren für mich überraschend überwiegend jüngere Mitbürger die sich am Roten Rathaus trafen, die einführenden Worte des Regierenden Bürgermeisters hörten und sich dem Zug anschlossen.

Diesem Trauerzug gingen voraus in der Mitte der Regierende Bürgermeister der Stadt und rechts bzw. links von ihm hakten sich der evangl. Landesbischof sowie der Kardinal ein.

Für mich wurde es bewegten, wir erreichten den Nordeingang des Berliner Doms und wurden empfangen vom Domprediger.

Schüler der evangl. Schulen trugen genau die Texte vor, die man am 10. November in den Kirchen damals verlas und sie lasen aus den Zeitungen des November 1938.

Ähnlich verlief es an der Stankt Hedwigs Kathedrale, der Kardinal musste sich setzen denn das was die Schüler der kath. Schulen vortrugen, war einfach kaum verzeihbar.

Man verschloss die Türen der Kirchen am Abend des 9. November 1938 in Berlin.

Unser Ziel war die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße, hatte man dort eigentlich und wenn dann welches Gefühl, diesen Zug zu empfangen?

Ich erinnere mich nur daran, wir wurden empfangen auch wenn wir um Jahrzehnte zu spät kamen, das Bild prägt mich noch heute- eine Vertreterin der Jüdischen Gemeinde spricht zu uns und der bereits stets ältere Kardinal nimmt auf den bereit gestellten Stuhl Platz, er wird gestützt vom evangl. Landesbischof und hinter ihnen steht der Regierende.

Natürlich war man angetan und wollte mehr machen, Dir liebe Regina man tat auch mehr.

Die Kirchengemeinde zum Heiligen Kreuz am Blücher platz stellte sich der Vergangenheit.

Man beschäftigte unter dem Hakenkreuz Zwangsarbeiter auf dem kirchlichen Friedhofsgelände an der Hermannstraße direkt zum angrenzenden Flughafen Tempelhof.

Man fand mehr in den alten Kirchenbüchern, durch Zufall fand man die Adresse eines Russen der damals das erleben musste und der noch in der Ukraine wohnte.

Das war ein Glücksfall, denn man wollte ihm den obligatorischen Obolus zur Wiedergutmachung zahlen, dabei begegneten sich die Vertreter der Kirchengemeinde von Heute mit dem Zwangsarbeiter von damals.

Die Überraschung war perfekt, er hatte in Schulheften sein Tagebuch in jenen Jahren geführt.

Ich bin der Meinung, ich kaufte mir damals eins davon als es verlegt wurde, wenn ich es finde dann fährt es per Post nach Steyr.

Nun gut, zurück zur Ausstellung „ Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz“ , solch etwas Draht hatte ich immer zu einigen Ausstellungsmachern hier in den Museen, es war eigentlich eine von meinen letzten beruflichen Aktivitäten dort einen einfach erforderlichen Beitrag zu leisten.

Reden wir nicht drüber, dann damit verdiente ich sogar Geld.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 30. Januar 2016 um 03:04 Uhr  

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