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Verpasste Chancen

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Begreifen wir alle, dass wir bereits am Anfang Fehler machen eine Chance zu verpassen, wir hatten die Chance eine Willkommenskultur der Welt zu zeigen.

Daraus wurde allerdings eine Willenskultur, beim besten Willen so geht es nicht, einerseits arbeiten bei uns immer noch Behörden wie es ihnen passt und das spielt sich nicht nur in Berlin am Lageso ab.

Das Lageso ist die Fortsetzung von dem was sich in den Bürgerämtern der Bezirke abspielt, Absichtserklärungen von den politisch Verantwortlichen kann kein betroffener Bürger mehr ernst nehmen.

Hinzu kommt nach dem Länderverteilungsschlüssel bekommt der Stadtstaat Berlin mehr als 20. 000 Flüchtlinge, all das war aber absehbar, mit noch soviel aufopfernden Ehrenamtlichen Helfern ist das nicht zu schaffen.

Warum überhaupt Flüchtlinge zu uns kommen, hat etliche Gründe und etliche Versäumnisse auch durch die unklare Haltung der EU.

Eine Folge davon sind nun einmal auch die 7 000 Plätze die der Senat von Berlin in den Hangar des alten Flughafens Tempelhof bereit stellen will.

Alleine diese relativ gute Absichtserklärung erweckt bei einigen schon den Ruf von Vertragsbruch.

Voraus ging der Bürgerentscheid um das Tempelhofer Feld, da gewann pro 100% Tempelhof, um das in der Größe einmal zu erklären, einmal umrunden sind mehr als 5 km.

Bei der Unterbringung geht es allerdings nicht um die Freiflächen sondern um Belegung der überwiegend ungenutzten Hallen.

7000 Flüchtlingen sind nicht wenig, hier erkennt man aber auch wiederum wie groß die Hallen sind.

Nicht nur die Größe sondern auch die Anbindung ist ideal, kurz um es geht nicht nur um Bereitstellung von mehr 7000 Übernachtungsplätze sondern zunächst auch um die Erstausrüstung.

Wer allerdings diese Diskussion verfolgt, der erkennt einen Riss der eigentlich durch alle Parteien verläuft, Flüchtlinge sind etlichen Nachbarn hier nicht willkommen und die machen alte Rechnungen auf.

Tatsache ist aber nun einmal, diese 7000 Flüchtlinge sollten nicht zu einem Problem werden, sondern mittels konsequenter Maßnahmen kurzfristig und langfristig hier gemeinsame Perspektiven aufgezeigt werden.

Dabei steht eine Frage ganz oben, wie viele Wcs und wie viele Waschbecken und Duschen benötigt man?

Danach erfolgt der Schritt zur Hilfe durch Selbsthilfe, pflegen und hegen in Eigenregie.

Ein weiterer Punkt ist die profimäßige Betreuung der Flüchtlinge, ihnen das Warten zu verkürzen und ihnen den Mut geben mit Jemanden über die Flucht sowie die Fluchtgründe zu sprechen.

Das nennt man die Vertrauenspersonen zu installieren, die dann wiederum etwas mehr fördern und fordern können.

Den Wert der Kleiderkammer schätzen und auch die gespendeten Waren pflegen, sich also einbringen in ein System was uns allen wahrhaftig unbekannt ist.

Das System des Lagers, wo man messen, regeln und justieren sollte, wo Familien sich wiederfinden sollten und wo man sich zurück ziehen kann.

Dazu sollte man aber zunächst alle Flüchtlinge erfassen, nach dieser durchaus erforderlichen Maßnahmen denen sofortigen Schutz gewähren die ihn benötigen und jene ärztlich versorgen die versorgt werden müssen.

Damit beginnt im Lager bereits eine Trennung, überwiegend haben wir es aber mit jungen Männern zu tun.

Das kann man nicht Ehrenamtlichen überlassen, auch diese jungen Menschen haben eine Vergangenheit und hatten Gründe zur Flucht, haben Wünsche und Hoffnungen.

Sagen wir es anders herum, wer sagt denen nach wenigen Wochen, dass ihr Traum zerplatzt ist, denn etliche sind illegal unterwegs und wiederum andere haben keine Chance als Flüchtling anerkannt zu werden.

Zudem gibt es jene Nach flucht-aktivitäten, was immer das auch sei- es waren meistens Gesetzesüberschreitungen.

Andererseits bleibt die Wahl jener die unsere Hilfe benötigen weiterhin konstant hoch, je länger allerdings diese Prozedur dauert je geringer wird die Chance daraus gemeinsam einen Nutzen zu ziehen.

Integration beginnt in der Willkommensphase im Kindergarten und in den Willkommensklassen der Kinder, beginnt mit der Sprache. 3 x in der Woche zwei Stunden beim VHS Dozenten kann nur der Anfang sein, da erwartet man eigentlich das Programm mit den Blöcken und den in einer gewissen Verbindung in unsere Alltagswelt.

Sagen wir es anders herum, den amtl. Titel eines geduldeten Aufenthaltes könnte man bei einer Konzentration der Aktivitäten bereits nach wenigen Wochen ausstellen.

Das eigentliche Problem bleibt allerdings, das Ziel lautet doch dieses Lager einmal mit positiven Eindrücken und Mut zu verlassen.

An welche Zeitachse denken wir da, was passiert dann mit den Flüchtlingen?

Es wird davon nicht die Hälfte zurück fahren, wenn ein Viertel von denen allen signalisiert, unser Traum ist zerplatzt, heißt das immer noch nicht dort leben wo man her kam.

Nach dem Rüstzeug das die Flüchtlinge nun einmal in den Lagern erhalten müssen beginnt erst der Schmelztiegel in unseren Kommunen mit seiner Arbeit.

Der Weg in die Integration beginnt mit dem Erlernen der Sprache des Landes, danach sollten die kulturellen Werte folgen, zwischen Familie, Beruf, Wohnung und Anerkennung.

Machen wir uns nichts vor, ein weiter Weg für 7000 auf Tempelhof, die sich derzeit bemühen die Sprache des Landes zu erlernen.

Danach folgt erst das Problem der Beschäftigung von Massen, in welchen Berufen zu welchen Löhnen und in welchen Betrieben?

Greift man zurück auf Betriebswohnheime wie in der frühen Zeit der Gastarbeiter oder fand eine Offensive im sozialen Wohnungsbau statt?

Mit letzterem sollten wir aber schleunigst anfangen, geht aber nicht an den Rändern des Flughafen Tempelhofs, da spricht das Ergebnis des Bürgerentscheides dagegen.

Kreative Hilfe für Flüchtlinge in München

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 24. Januar 2016 um 03:11 Uhr  

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