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Gendermainstreaming ist Schwachsinn!

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Eigentlich war es eine gute Idee, die sich besonders in Brüssel festsetzen konnte, das den Mitgliedsländern diese Strategie der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen gewissermaßen verordnen will.

Leider ist das Konzept gescheitert.

Was meinte Gendermainstreaming eigentlich?

Eigentlich meint Gender im Angelsächsischen das soziale Geschlecht, eine bestimmte vermutlich überwiegend erlernte soziale Geschlechtsidentität, die berücksichtigt werden sollte. Dies sollte sowohl bei Frauen, als auch bei Männern gleichermaßen geschehen.

Geschlechtersensible Überprüfung von Gesetzesvorhaben und Regulierungen auch durch die EU gehören dazu.

Der Begriff Mainstreaming konnte an dieser Stelle allerdings nie richtig schlüssig erklärt werden und niemand hat begriffen, was Mainstreaming in einer auch sexuell individualisierten Gesellschaft bedeuten soll?

Bestenfalls könnte man vernünftigerweise noch sagen, dass die Gendersichtweise zum Mainstream werden soll.

Niemand aber hat bei dem Beginn der Bewegung daran gedacht, dass es ein Mainstream-Geschlecht geben soll, dass „unisex“ ist.

Genau das aber tritt nun bei besagtem Ansatz zu Tage.

Frauenbeauftragte werden abgeschafft, Frauenförderungen mit Verweis auf die neue Politik eingestellt und Feminismus könnte man überspitzt behaupten, soll zukünftig beide Geschlechter umfassen.

Auch falsch, weil es bei dem falsch verstandenen Gendermainstreaming nur noch ein Geschlecht gibt und zwar ein geschlechtsloses.

Eigentlich war das zu erwarten, dass Gendermainstreaming in den Händen der Bürokraten und geschlechtlich abgehobelten Karrieristen und Karrieristinnen zu einer Einebnung der sexuellen Identität führt.

Man macht eben keine geschlechtersensiblen Gesetze sondern geschlechtsneutrale Gesetze.

Das führt dazu, dass die Frauen in ihren Besonderheiten ebenso wenig berücksichtigt werden, wie die Männer.

Es wird einfach für ein neues virtuelles Zwitterwesen geplant, das eigentlich gar keine geschlechtsspezifischen Bedürfnisse mehr hat.

In Zeiten des Geburtenrückgangs und einer massiv schrumpfenden europäischen Bevölkerung sollten wir diesen Unsinn nicht mitmachen und dann doch lieber einer Feminisierung der Kultur und der Gesellschaft das Wort reden.

Dann stellen wir lieber weibliche Werte obenan, als dass es nur noch „unisex“ mit lauter Selbstbefruchtern gibt.

Das funktioniert nämlich nicht.

Die Abschaffung von Geschlechtern, die wie gesagt mit dem ursprünglichen Begriff überhaupt nicht gemeint war, jetzt aber als Mainstream dabei herauskommt, ist die schlechteste Idee, seit Erfindung der Anti-Baby-Pille.

Der Geburtenknick wird nun auch noch durch eine Beziehungskonfusion ergänzt, in der niemand mehr weiß, ob er Männchen oder Weibchen ist.

Was für ein Quatsch.

Sexuelle Identitäten sind zum größten Teil angeboren und nicht erlernt, wie aus ideologischen Gründen in der Kulturrevolution der sechziger und siebziger Jahre behauptet wurde.

Natürlich kann man jemandem das Geschlecht aberziehen, wenn man früh genug damit anfängt, zerstört aber damit die gesellschaftliche Keimzelle, aus der neues Leben entsteht.

Eine Art politisch korrekter Involution.

Frühalterung, weil es nichts mehr zu entdecken gibt, vor allem nicht das andere Geschlecht. Downaging bestünde dann darin, dass die Singles zukünftig noch bis ins hohe Alter miteinander joggen dürfen, dann allerdings ohne Kinder.

Echte Geschlechtersensibilität würde allerdings genau zum Gegenteil führen, zu einer verstärkten und selbstbewussten Herausbildung von sexueller Identität.

Wer Kinder hat oder hatte und nicht alles verschlafen hat, der weiß, dass die ganz von selbst auf ihre Geschlechtsidentität zusteuern.

Mädchen und Jungen sind von Anfang an grundverschieden!

Geschlechtersensibilität wäre also gut im Sinne der Gleichberechtigung. Was wir heute haben ist eine asexuelle Gleichmacherei vor dem Hintergrund einer absurd überspitzten Konsumsexualität.

Das passt überhaupt nicht zusammen.

Statt die Geschlechtsunterschiede für die Arbeitswelt einebnen zu wollen und sie für die Konsumwelt über zu betonen, sollte man sie einfühlend bei allem berücksichtigen, was in den Alltag der Menschen eingreift.

Den Arbeitsgesetzen, der Familienförderung, der Gesundheit, der Politik und der Wirtschaftsförderung, sogar bei der Energiepolitik, denn Männer und Frauen brauchen es unterschiedlich warm, um sich wohl zu fühlen.

Es kann also keine Standardtemperatur für Wohnräume, Badewasser und Standheizungen geben.

Männer fahren stattdessen schneller mit dem Auto und verbrauchen auf diese Weise mehr Energie.

Überhaupt gibt es Autos die Männer lieben und solche die Frauen lieben.

Natürlich gibt es auch Arbeitsplätze, die Männer lieben und andere, die Frauen lieben und schließlich gilt dasselbe für Arbeitszeiten für Freizeitgewohnheiten, für Lebensmittel, für Lautstärke, für Parkplätze für Schulen und Kindergärten. Überall gibt es Unterschiede!

Können wir also bitte mal den Schwachsinn abstellen, der aus Gendermainstreaming gemacht wurde und zur Geschlechtersensibilität zurückkehren?

Die Mode tut das gerade.

Warum nicht die Politik?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 29. Januar 2016 um 03:33 Uhr  

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