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Sex Thesen, wie die SPD wieder sexy werden kann!

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Es folgen die Thesen

1.These: Die SPD kann nicht mehr „Kampfpartei“ irgendeiner phantasierten Klasse, weder des Proletariats, noch der Angestellten noch der „arbeitenden Mitte“ noch des Prekariats (ist sie sowieso nicht) sein. Die Kampfvorstellung in der SPD ist ohnehin längst zu einem Krampf entartet, der dazu führt, dass immer neue scheinbare politische Empörungen aufgeblasen werden, um die Mitglieder zu mobilisieren. Das ist Quatsch. Auch als Kampfpartei gegen Rechts taugt die SPD nicht mehr, weil sie durch ihren ideologisierenden Kampf gegen NPD und braune Brut einen allzu durchsichtigen Popanz aufbaut, der eigentlich nur dazu da ist, sich der eigenen Identität zu vergewissern, aber gesellschaftliche Fragen längst nicht mehr beantwortet. Kampf gegen Ungerechtigkeit ja, aber bei gleichzeitiger Toleranz für Andersdenkende, einschließlich der NPD. Wer es noch nicht gemerkt hat: Wir stehen nicht am Vorabend eines neuen Nationalsozialismus! Stattdessen befinden wir uns auf dem Höhepunkt eines Kapitalismus der anfängt, faschistisch zu entarten und ein zunehmend gnadenloses Menschenbild fabriziert. Die SPD wirkt dabei kräftig mit, die NPD nicht!

 

2. 2. These: Eine Partei, die sich gegen Ideologien ausspricht, auch gegen die Ideologie des Homo Öconomicus, des durchökonomisierten Menschen mit einem geradezu unheimlichen Leistungswillen. Diese Ideologie, die vor allem im neoliberalen Weltbild gefeiert wird, ist grundsätzlich faschistisch, setzt auf einen perfekten Menschen, der sozialdemokratisch überformt, auch noch moralisch makellos zu sein hat. Ein Übermensch, den es nicht gibt. Die SPD muss sich von dieser Arbeitsteilung mit den Neoliberalen verabschieden und sich endlich gegen eine Ideologisierung des Menschen aussprechen und für seine Selbständigkeit und Freiheit. Ganz egal worin sich die Freiheit ausdrückt: Rauchen, trinken oder furzen oder ein politisches Mandat zu bekleiden!

 

3. 3. These: Die SPD muss sich endlich der Zivilgesellschaft öffnen. Es kann nicht sein, dass die einzige NGO, die der SPD nahesteht, der DGB ist. Die Gesellschaft ist vielfältiger geworden und besteht neben den Gewerkschaften nicht nur aus Arbeiterwohlfahrt und evangelischer Kirche. Eine Vielzahl von NGOs sind in ihrer Grundeinstellung sozialdemokratisch ausgerichtet, werden aber von der SPD ständig brüskiert und auf Distanz gehalten (beispielsweise geht es vielen Friedens-Aktivisten so und NGOs, die sich gegen die Rüstungsindustrie engagieren). Warum hat die SPD noch eine so starke Lobby aus der Stahl- und Rüstungsindustrie in ihren Reihen? Wie viele Wähler bringt das? Wer ist noch von diesen Arbeitsplätzen abhängig? Die SPD ist schon längst keine Stahlarbeiter-Partei mehr, sondern bestenfalls eine Partei von Arbeitnehmern in der mittelständischen Industrie. Auch die ist vielfältig.

 

4. 4. These Die SPD muss eine Familienpartei und Bildungspartei zugleich werden und endlich aufhören, die menschliche Erziehung und Entwicklung als primär staatliche Angelegenheit zu betrachten. Im scheinbaren Widerspruch dazu steht ein zu verstärkendes Engagement in Bildung, auch im frühkindlichen Bereich, aber als Angebot und nicht als ideologischer Zwang! Familien müssen unterstützt und nicht erpresst werden! Von der Kita bis zur Uni muss die SPD zu der Partei werden, die Priorität bei der Finanzierung von Bildung setzt. Genau das hat die Partei in den letzten Jahren vor allem auf Länderebene verbaselt. Gerade die SPD-regierten Länder zeigen einen Flickenteppich aus Bildungsexperimenten und unterfinanzierten Schulen und Hochschulen. Das muss besser werden. Weniger Ideologie mehr Geld! Bessere Ausstattung. Gleichzeitig mehr Hilfen für berufstätige Eltern, Teilzeitausbildungen, flexible Elternzeiten und Fortsetzung des Ehegattensplittings bei der Steuer (Merke: Anreize zur Familiengründung, aber keine Erpressung, Kinder zu bekommen!)

 

5. 5. These Die SPD muss sich von den Ideologen in ihrer Parteistruktur befreien. Wenn Leute mit Verboten um die Ecke kommen und zwar ständig, dann gehören die in der Partei verboten. Das wäre ein reizvoller Kontrapunkt zur bisherigen Parteikultur der empörten Moralapostel, die ihren Mitmenschen immer weniger Menschlichkeit gönnen. Merke: Menschlichkeit ist kein humanistisches Ideal, das gibt es auch, aber erstmal ist Menschlichkeit mit der Tatsache verbunden, dass wir alle morgens nicht gern aufstehen mögen. Wir brauchen keine Schröder-SPD, die uns einen Wecker ans Bett stellt, sondern eine, die möglichst locker und kreativ die Frage beantwortet, wie man morgens länger schlafen kann und trotzdem noch sein Geld verdient. Es geht darum, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und nicht das, was er am Ende des Tages abzuliefern hat, ein lebenswertes Leben zu gestalten, notfalls zu erfinden, aber nicht weiter auf der neoliberalen Welle mit zu reiten. Bloß keine moralischen Vorhaltungen mehr, dass wir hier wie die Maden im Speck leben, woanders aber… Schluss mit der Oberlehrer-SPD! Dann könnte sich die Partei auch langsam wieder verjüngen und zwar nicht nur mit moralinverseuchten, ideologischen Jugendlichen sondern mit einer breiteren Schicht von jungen Menschen für die die Partei wieder interessanter wird.

 

6. 6. These: Höchstalter für Mitglieder, als Notbehelf, wenn die Partei sich nicht weiter reformieren kann. Wenn der Sinkflug der SPD fortgesetzt wird und ein Umbau der Partei und die notwendige Selbsterneuerung bis 2017 weiter ausbleibt, bin ich für ein Höchstalter nach dem Mitglieder aus der Partei geworfen werden. Vorschlagsweise sechzig Jahre. Das ist nicht zu früh. Ich bin bereits mit vierundfünfzig aus der SPD ausgetreten! Verhindern wir einfach freiwillig eine Gerontokratie in der SPD und treten aus der Partei aus, spätestens ab sechzig. Geben wir es zu, die alte Tante hat mit uns keine Zukunft nur ohne uns! Als alternative Hobbys empfehle ich Spielzeugeisenbahnen mit denen man sich eine schöne alte Welt bauen kann oder eine Datsche mit Garten (sehr wohltuend) in der man auch gern Gartenzwerge aus dem Kohlerevier aufstellt (Ich habe vier davon! Glückauf – bringt Spass!) Frischen Apfelsaft pressen und möglichst weiterhin Sex haben (bis ins hohe Alter), das hält frisch!

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. März 2016 um 03:39 Uhr  

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