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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Noch nie etwas davon gehört?

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Die Erosion der Parteienbindung, es hat viele Gründe weshalb sich der Wähler nicht mehr an eine Partei gebunden fühlt.

Durchweg hat es den primären Grund, dass sich die Parteien vom Wähler entfernten, sekundär kommt dazu dass der Wähler wohlweislich den einen vom anderen Politiker unterscheiden kann.

Diese Erosion setzte bereits vor dem Jahr 2005 statt, man quittierte der Partei bei welcher Wahl auch immer das was sie in der Regierung dem Wähler zumutete.

Etwas an das sich nun die Grünen erst einmal gewöhnen müssen, eine Partei die eigentlich ganz anders sein wollte aber zu einer parlamentarischen Blockflöte verkam, abwärts ging es dort wo man sich eigentlich sicher fühlte, innerhalb einer offenen Bürgerbewegung.

Die wiederum erledigte sich selbst im Osten der Republik und damit war der Einfluss der Grünen östlich der Elbe auf einer Talfahrt.

Der Wähler fühlte sich nicht mehr an diese Partei gebunden, auch das hatte seine Gründe.

In diesem Windschatten verlor die SPD auch dort an Zuspruch, damit wurden die Karten neu gemischt.

Hier sprechen manche von einer vorherrschende unterschwelligen Politikverdrossenheit, was je nach Bildungsstand der Befragten durchaus möglich ist, andererseits aber verlagerte sich die Politik aus den Parteien in eine ziemlich nach rechts neigende Zivilgesellschaft.

Das kann man wiederum auch auf die alte Bundesrepublik beziehen, vor etlichen Jahren zog die Linke in einigen Landesparlamenten ein und im Land Berlin ging sie mit in die Regierung.

Zum Erstaunen etlicher konservativer Medien machten Linke in einer Landesregierung eine demokratische und staatstragende Politik.

Dieses quittierte aber der Wähler negativ, in einer Phase in der die Linken gerade ihre führenden Genossen ausgetauscht hatte.

Es liegt also nicht nur an den neuen Gesichtern, vielleicht liegt es daran dass die Parteien ihre Mitglieder kaum konstruktiv einbauen. Möchte man mitarbeitende Mitglieder oder Mitgliedsbeitragstreue Anhänger, manchmal kommen da schon Zweifel auf.

Mitbestimmen heißt nicht immer auf Zustimmung setzen, entweder aktiviert man oder man passiviert, wobei der Passive wiederum der Bequeme ist. Grundsätzlich kann man sagen, in welcher Partei auch immer etliche haben es sich hier zu bequem gemacht und nach außen ergibt das ein Bild des Methusalems.

Methusalems sind meistens im Volk durch, man nimmt sie nicht mehr ernst und sie können durchaus einer Partei mehr schaden als nutzen, stets dann wenn sie sich als unbeweglich erweisen.

Es passierte also etwas, den Parteien gingen die typischen Wähler verloren, es gibt nicht mehr den Wertkonservativen der sein Interesse in der CDU vertreten fühlt und es gibt nicht mehr den Malocher im Großkonzerne der in der linken Familie beheimatet war und der Genosse in der SPD war.

Wie spricht man den Wähler an, sicherlich nicht auf Parteitagen dessen Sinn mittlerweile wohl mehr die Sponsoren verstehen als die Teilnehmer ?

Auf Parteiversammlungen ganz unten im Ort, na ja, würde man dort weniger des Formalismus und sich mehr der Politik widmen könnte man was aktivieren.

Eine aktivierte Basis ist aber eine mobile, demzufolge eine Lebendige, wer will das innerhalb der Parteien wirklich?

Demzufolge entfernt sich die lebendige Diskussion aus den Gremien der Parteien, damit wird manches parteiinternes ziemlich uninteressant.

Für etliche gesellschaftlich arrangierte und politisch durchaus gebildete Zeitgenossen werden damit Parteien uninteressant.

Uninteressant für eine Mitarbeit und mitunter auch für die Wahlentscheidung, wen die nun auf ihren Listen haben das interessiert dem Wähler nun wahrhaftig nicht, der Wähler richtet sich nach der Person die zur Wahl steht.

Wir erleben es dass mancher Kandidat über seiner Partei steht, manchmal kommen über diese Achse ganz unerwartet fast vergessene wieder mit auf die Bildfläche.

Wer kann aber nun wer sein, der mit der Erosion lebt, seine Partei ins Schlepptau nimmt und den Wähler anspricht?

Es gibt sie wirklich mittlerweile, die Politiker im Wahlkampf die externe Politberater beschäftigen, vielleicht sind das die Cleveren und misstrauen der Parteibasis oder es sind jene die der Basis vorrechnen wie viel Kugelschreiber man für eine 50 Euro Spende kaufen kann.

Wir sollten uns also nicht mehr fragen, weshalb eine langjährige Bindung des Einzelnen zu einer Partei nicht mehr das Modell von heute ist, sondern man muss sich mit der erlebten Vergangenheit beschäftigen.

Auf den entfesselten Neoliberalismus fanden weder Wertkonservative noch Sozialdemokraten eine Alternative, man wollte nur diese Strategie so formulieren dass man dabei die Handschrift des jeweiligen finden sollte, was bekanntlich in den Hintern ging.

Nicht für den Staat, der Neoliberalismus ist ein demokratisch ökonomisches Denkmodell was eigentlich auf den Egoismus setzt.

Das wusste man aber, wich aber stets von oben nach unten den Fragen aus und sprach vom überforderten Staat, die Antwort auf den entfesselten Neoliberalismus ist der neue Nationalismus.

Es ist also etwas entstanden, was eigentlich nicht sein sollte, was aber vorhanden war und nicht nur in den neuen Bundesländern.

Es nahm aber von dort den Ausgang, das rechte Lager traute sich dort mehr zu man sah sich über Jahre hinweg einer schwachen Zivilgesellschaft gegenüber.

Es war eine Saat die aufging, denn der Boden ist nahrhaft und wahrhaftig mitunter fern einer demokratischen Tradition.

Was sind die primären Tugenden einer demokratischen Tradition, eigentlich das Wechselspiel zwischen Regierung und Opposition.

Nun sind wir bei einem Thema, wie fit ist man innerhalb der Parteien in diesem Wechselspiel sich zu erneuern, die Methusalems finden dazu keinen Mut sie wollen ihren Hintern auf gut datierte Posten sehen, wer dabei innerhalb dieser Tugend eigentlich wen bremst, der macht Antidemokraten erst stark.

Nimmt man das ernst, so können Antidemokraten von heute dem rechten Lager übermorgen sich als salonfähig erweisen, denn auch dort weiß man Opposition ist Mist.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 20. März 2016 um 03:46 Uhr  

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