Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Zuckerfest als offizieller Feiertag in Deutschland

Zuckerfest als offizieller Feiertag in Deutschland

E-Mail Drucken PDF

 

 

 

Das Ende der Fastenzeit ist für Millionen von Muslimen in Deutschland eine Zeit des Feierns.

Besonders die Kinder freuen sich dabei auf das Zuckerfest.

Diese islamischen Feiertage (Fastenbrecher-Fest), die in diesem Jahr  zwischen dem 7. und 9.Juli liegen, stellen nicht das höchste islamische Fest dar, aber wohl das freudigste am Ende der Fastenzeit.

Auch Christen kennen die Fastenzeit.

Diese beginnt traditionell in der „Fastnacht“ und endet mit dem Osterfest, das genau wie das islamische Fastenbrecher-Fest an „beweglichen“ Feiertagen stattfindet.

Die Grundgedanken, die in den beiden Festen stecken, sind sehr ähnlich.

Nach einer Zeit des Verzichts und der Mildtätigkeit, in der vor allem auch andere, denen es nicht so gut geht, Bedürftige unterstützt werden, folgt ein Fest, das den religiösen Zusammenhalt und den gemeinsamen Glauben unterstreicht.

Die Gläubigen werden daneben für die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten belohnt und bei den Christen ist überdies das heilige Abendmahl am Vorabend von Karfreitag, die Kreuzigung und Auferstehung Christi der entscheidende religiöse Inhalt.

Dennoch gibt es zu Ostern auch bei den Christen eine Art von „Zuckerfest“.

Jede Menge Süßigkeiten für die Kinder am Ende der offiziellen Fastenzeit!

Problemstellung

In Deutschland leben inzwischen an die fünf Millionen Muslime, was etwa 6-7% unserer Gesamtbevölkerung ausmacht. Eine Minderheit ja, aber keine verschwindende Minderheit! Muslime prägen unser gesellschaftliches Leben durch ihre überwiegend strenge und nach außen sichtbare Religionsauffassung. Sie fallen auf, sind anders als Christen, bilden Parallelgesellschaften, insbesondere in den großen Städten und sind gesellschaftlich und kulturell wenig integriert.

Auf der anderen Seite sind Muslime die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe, teils durch Zuwanderung, teils durch höhere Geburtenraten. Auch wenn es in den letzten Jahren andere öffentliche Diskussionsbeiträge, auch aus der SPD gab, gibt es keinen Zweifel, dass Muslime an unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prosperität erheblichen Anteil haben. Man sollte auch nicht vergessen, dass es sich größtenteils um Deutsche handelt. Die Nationalität der Großeltern wird ja auch bei Christen in Deutschland nicht in die Waagschale geworfen, wenn die Frage aufkommt, ob es sich um „echte“ Deutsche handele.

Dennoch sind sehr stark abgeriegelte Parallelgesellschaften auch in Deutschland bei Muslimen üblich, wenn es so ein Phänomen auch bei anderen christlichen Zuwanderern, beispielsweise den Russlanddeutschen gibt. Auch Afrikaner neigen zu Parallelgesellschaften, die man im Berliner Wedding ganz gut beobachten kann. Hauptsächlich relevant sind in Deutschland allerdings Muslime, die das Phänomen der Parallelgesellschaft in unserem Land eindeutig geprägt haben.

Die Forderung nach Integration greift hier allerdings zu kurz, wie die letzten Jahrzehnte gezeigt haben. Auch in der dritten und vierten Generation kann man bei vielen muslimischen Mitbürgern kaum Wanderungen beispielsweise in überwiegend „deutsche“ Wohnviertel oder aber gemischte Ehen und Familien beobachten. Muslime bleiben ganz überwiegend unter sich, grenzen sich weiterhin massiv ab.

Terrorismus fördert die Abgrenzung der Muslime

Auch der islamistische Terror scheint sich negativ auf das Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen auszuwirken. Unterschwelliger Ärger bei vielen Angehörigen dieser Religion, mit Terrorismus in Zusammenhang gebracht zu werden, ist vielerorts spürbar. Man will sich nicht für islamistische Terroristen entschuldigen, zeigt allerdings innerhalb der islamischen Organisationen auch keine öffentlichkeitswirksame Diskussion über die Ursachen und Folgen des religiösen Fanatismus, der in Europa zu immer heftigeren Terroranschlägen führt. Ein Fehler der Organisationen von Muslimen in Deutschland, der vermutlich von einer stark religiös und autoritär geprägten Struktur islamischer Gemeinden und Verbände sowie Organisationen herrührt. Anders jedenfalls ist es nicht zu erklären, warum eine Religionsgruppe, die so stark vom Terrorismus affiziert ist, dieses Phänomen öffentlich quasi unsichtbar diskutiert.

Auch der islamische Terrorismus, sei es Al-Kaida oder Islamischer Staat, hat die Integration von Muslimen in Deutschland in den letzten Jahren erschwert. Was Christen jetzt tun müssen, um diese Religionsgruppe in Deutschland aus ihrer Defensive oder inneren Emigration zu holen, ist ein starkes Zeichen zu setzen.

Islam gehört zu Deutschland

Angefangen von Bundespräsident Wulff bis hin zu Angela Merkel haben sich schon führende Politiker in Deutschland mit dem Ausspruch, der Islam gehöre zu Deutschland, die Zunge verbrannt. Es gibt Wahrheiten, die für viele Menschen zu heiß sind, um sie in den Mund zu nehmen. Das ändert aber nichts daran, dass es sich um Wahrheiten handelt. Der Islam gehört zu Deutschland und wird zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Die Tendenz zur Unterordnung und die starken Autoritätsängste vieler islamischer Mitbürger haben bisher sogar dazu geführt, dass diese Minderheit politisch noch unterrepräsentiert ist. Die wenigen Vorzeigepolitiker, deren Vorfahren aus einer islamischen Region kamen, zeigen dabei ein auffällig untypisches Verhalten, haben mit Religion wenig zu tun und wirken an europäische Werte fast schon überangepasst. Sie repräsentieren die Einstellung und das Verhalten ihrer ursprünglichen Volksgruppen in Deutschland, mit ihren Parallelgesellschaften, oft nicht im Geringsten.

Es muss also auch so etwas geben, wie eine fehlende Durchlässigkeit für islamische Politiker in unserem politischen System. Warum etablieren sich beispielsweise konservative islamische Politiker, die mit Sicherheit eine Mehrheit dieser Bevölkerungsgruppe ansprechen können, in Deutschland weder auf Landes- noch auf Bundesebene in unserem Parteiensystem? Muss man darauf warten, bis eine islamische Partei entsteht? Zur Integration von Muslimen in Deutschland gehört eben auch politische Interessenvertretung!

Der Schritt auf die Muslime zu, sollte christlich sein

Die Frage, wie in der derzeitigen Situation ein sinnvoller Schritt auf die muslimische Minderheit in Deutschland zu, aussehen könnte, ist nicht leicht zu beantworten. In einer Zeit, in der sogar noch über öffentliche Kopftuchverbote diskutiert wird, kann man schlecht das Vertrauen streng gläubiger Muslime in Deutschland gewinnen. Genau das aber brauchen wir, um unsere Gesellschaft stärker zu integrieren und mehr Zusammenhalt zu erzeugen.

Nicht zu übersehen ist dabei auch, dass der „heilige Krieg“, der jetzt einmal mehr nach Europa getragen wird, ein Anachronismus ist, der nach wie vor viel Gift enthält. Das Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen muss also möglichst auf religiöser Ebene entschärft werden. Nicht das gezielte Aussparen der religiösen Orientierung sondern das gezielte Akzeptieren bringt Entspannung in unser Land.

Bisher gab es Akzeptanz nur punktuell, wenn beispielsweise muslimische Schüler in einigen Bundesländern für bestimmte Feiertage vom Unterricht befreit wurden. Deren Eltern, mussten allerdings Urlaub oder Freizeitausgleich nehmen, um ihre wichtigsten Feiertage zu begehen. Das ist, vorsichtig ausgedrückt, unfreundlich!

Besser wäre es, wenn man auch der muslimischen Minderheit in Deutschland das Recht zugesteht, ihre Feiertag so zu begehen, wie Christen ihre Feiertage auch begehen können, ganz offiziell!

Schenken wir den Pfingstmontag den Muslimen!

Ein guter symbolischer Schritt wäre, wenn wir einen unserer Feiertage den Muslimen schenken. Wer braucht heute noch dringend den Pfingstmontag? Könnten wir den nicht an die Muslime abtreten? Wie voll sind denn unsere Kirchen an diesem christlichen Feiertag und wer begeht den Pfingstmontag noch mit einem Fest oder einer Tradition? Weihnachten und Ostern sind unbestritten, Himmelfahrt auch, weil dort viele ihren Vatertag machen. Auf den Tag der Arbeit und den Nationalfeiertag will wohl niemand verzichten. Die Katholiken brauchen Allerheiligen, ebenso wie die Protestanten ihren Reformationstag haben wollen. Aber Pfingstsonntag könnte doch eigentlich für das Pfingstfest als freier Tag ausreichen!

Schenken wir diesen offiziellen Feiertag den Muslimen für ihr Zuckerfest und machen für uns ebenfalls einen Feiertag daraus. Mitten im Sommer lassen sich wunderbar Sommerferien damit unterstützen, als Ausgleich gewissermaßen, dass man auf die Pfingstferien einen Urlaubstag mehr verwenden muss. Warum nicht – wenn wir unseren Mitbürgern islamischen Glaubens damit eine Freude machen können?

Ein wahrhaft christlicher Schritt zur Glaubensverständigung wäre das und wehtun, würde es den Wenigsten, wenn das „Fastenbrecher-Fest“ auch uns Christen als Feiertag zur Verfügung steht.

Vorteil wäre auch, dass man diesen Feiertag, ähnlich wie Himmelfahrt, als Brückentag gestalten kann (noch ein Donnerstag!)

Also wie sieht es aus?

Wer ist dabei?

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 27. März 2016 um 03:04 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 336
Beiträge : 5693
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 13342401

Verwandte Beiträge