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Gerechtigkeit, eine Frage des Vertrauens !

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Nun ist es also wieder so weit, in höchster Not erinnert sich die Sozialdemokratie wieder an eines ihrer Kernthemen und eröffnet den Wahlkampf mit den Versuch einer Gerechtigkeitsdebatte.

Doch ist es ebenso unumstritten, wie offensichtlich das jenseits des legitimen Strebens nach Macht dem diese Debatte zu Grunde liegt, die SPD immer noch ein Glaubwürdigkeitsproblem zu lösen hat.

Den eine Gerechtigkeitsdebatte wird, im Diskurs mit dem Bürgertum nur da möglich sein, wenn der potentielle Wähler den Gerechten erkennt.

Im politischen Umfeld der klassischen Volksparteien zeigt sich aber all zu deutlich das ein massiver Vertrauensverlust sich, als Konsequenz einer einseitig wirtschaftsorientierten Politik in breiten Schichten der Bevölkerung manifestiert hat.

Hier zeichnet sich ein vorhersehbarer Konflikt ab, den zum einen gilt es als Tabu sich mit den eigenen Konflikten zu beschäftigen, zum anderen aber wird es auf Dauer nicht möglich sein eine Gerechtigkeitsdebatte zu führen ohne die eigenen inneren Konflikte zu lösen.

Ich sehe mich hier, als Bürger in der Rolle des gemäßigten parteilosen Linken der nicht grundsätzlich ein Problem hat mit allen Punkten der Agenda, vielmehr kritisiere ich die mangelnde Kominikation mit den Betroffenen und die Umsetzung nach Kassenlage.

So wurde damals der Mindestlohn ebenso dem „höheren Ziel“ geopfert wie der Berufsschutz und vieles mehr.

Es ist für mich selbstverständlich, dass die erwerbslose Putzfrau den gleichen Anspruch auf eine Grundsicherung hat wie ein Facharbeiter (Da war das System der Arbeitslosenhilfe teilweise kontraproduktiv!) .

Die Auflösung des Berufsschutzes, in Tateinheit mit der Liberalisierung des Arbeitsmarktes hat  u.a. im klassischen Dienstleistungsbereich, dann dazu geführt das es kaum noch langfristige existenzsichende Arbeitsverträge gibt.

Selbst Fachkräfte nur noch einen Mindestlohn zugebilligt wird und die propagierte private Altersvorsorge für viele nicht mehr ist als ein schlechter Scherz.

Wer in dieser Situation eine Gerechtigkeitsdebatte am linken Flügel führt, die jedem was verspricht, aber im Wesentlichen im Ungefähren bleibt, der wird beim Wähler kaum Interesse finden.

Für mich ist es schwierig, mir eine Gerechtigkeitsdebatte vorzustellen, ohne das im Vorfeld eine Ehrlichkeitsdebatte geführt wurde!
Zu oft hat man schon erlebt das links geblinkt und dann doch im letzten Moment rechts abgebogen wurde als das ich mich als Bürger noch auf ein Ehrenwort verlassen würde.

Wer konkrete Versprechen macht, muß ebenso deutlich formulieren wem er, in welchem Umfang die Rechnung zustellt.
Ja, Gerechtigkeit ist ein gutes Thema - Ehrlichkeit aber, der Partner, ohne den die Sozialdemokratie nicht mehr in Geschäft kommt!!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 11. Juni 2016 um 18:33 Uhr  

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