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Russische Befindlichkeiten müssen ernst genommen werden!

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Der 75. Jahrestag des Überfalls auf Russland wurde gestern leider nicht so begangen, wie es angemessen gewesen wäre.

Die Tatsache, dass ausgerechnet heute Merkels Forderung nach Aufrüstung der Nato und Erhöhung des Wehretats durch die Medien ging, ist unpassend.

Warum werden diese Fehler ständig begangen? Absicht? Oder hatte Merkel, hatten die großen Medien den Jahrestag einfach vergessen?

Vergessen sollten wir aber nicht, dass das Unternehmen Barbarossa, dem 27 Millionen Sowjetbürger zum Opfer fielen, in der deutschen Öffentlichkeit als Präventionsschlag dargestellt wurde.

Die Nazipropaganda behauptete, dass Stalin einen Angriff auf Deutschland unmittelbar vorbereitet habe und man ihm nun zuvorkommen müsse.

Diese Behauptung konnte nicht einmal annähernd belegt werden.

Stalin konzentrierte seine Truppen an der Westgrenze der Sowjetunion, weil er einen Angriff Deutschlands befürchtete.

Zu Recht, wie sich dann herausstellte.

Russland wurde also schon einmal als Aggressor dargestellt, der hinterher überfallen werden sollte. Wir sollten den Fehler heute nicht ein zweites Mal machen.

Allerdings sollten wir die europäischen Truppen insbesondere der Nato tatsächlich aufrüsten und vor allem in ihrer Schnelligkeit und Schlagkraft optimieren, weil wir sie sonst eigentlich abschaffen könnten.

In ihrem derzeitigen Zustand wäre die Nato nicht in der Lage, eines der baltischen Länder wirksam zu verteidigen, vermutlich auch Polen nicht.

Wenn Russland tatsächlich einen Angriffskrieg gegen Europa führen wollte, wäre es sehr schnell der Sieger.

Das wird auch im Nato-Hauptquartier so gesehen.

Es geht allerdings um Verteidigungsbereitschaft und nicht um Aggression gegen Russland. Die müsste auch verbal erstmal dringend abgebaut werden.

Es ist kein Zufall, dass Putin ausgerechnet heute von der aggressiven Nato spricht, am Tag des Überfalls auf Russland.

Die russischen Befindlichkeiten werden im Westen nur noch von Einzelnen gewürdigt und das ist beschämend.

Gauck erinnerte an die Opfer des Überfalls, aber das reicht nun für einen Tag, an dem viele Russen Kerzen ins Fenster stellen für ihre getöteten Angehörigen, wirklich nicht aus.

Die russischen Befindlichkeiten müssen endlich wieder angemessen wahrgenommen werden. Der Westen muss zu seinem Verstand und zu seinem Takt zurückfinden.

Es wird hierfür höchste Zeit

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 23. Juni 2016 um 01:36 Uhr  

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