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Ein Drama in 3 Akten

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Das Trauerspiel was uns die Sozialdemokratie derzeit bietet wurde bereichert um ein Drama was den Namen Petra Hinz trägt und dieses Drama besteht aus 3 Akten sowie eine Zugabe aus dem Jahr 2009.

Bleiben wir zunächst im 1. Akt dieses Dramas, hier stehen unmittelbar Menschen, Kollegen und Mitarbeiter an der ersten Stelle und hier beweist sich das fehlende Verständnis für das Wechselspiel von gegenseitigen Vertrauen und einem geförderten Miteinander.

Es geht dabei um die ehemaligen Mitarbeiter im Bundestagsbüro der Petra Hinz in Berlin, wenn Mobbing und Frechheiten, wenn Anschuldigungen und Misstrauen zum Tagesgeschäft wird, taucht meistens der Arbeitgeber nichts.

In diesem konkreten Fall wurde eine Bundestagsabgeordnete zu einer überforderten Arbeitgeberin, wenn man erfährt dass nach Einzelgesprächen meistens weibliche Mitarbeiter weinend zurück durch die Tür kamen, passierte doch etwas was dem Arbeitnehmer zu setzte.

In der Tat hat diese Abgeordnete des Deutschen Bundestages innerhalb von 10 Jahren in Berlin mehr als 50 Mitarbeiter eingestellt und ebenso wieder entlassen.

In Gewerkschaftskreisen bezeichnet man solche Arbeitgeber als Kommandanten eines Himmelfahrtkommandos, im Bundestag ist das aber wiederum geregelt, hier gibt es die Personal- und Gehaltsstelle, jetzt weiß man es auch hier saß kein Personalmanager mit der Portion Zivilcourage, denn dieses Verhalten wurde doch aktenkundig vermerkt.

Wesentlich schlimmer überwiegt das Wegsehen der sog. Fraktionskollegen, da müssen doch etliche in der unmittelbaren Nachbarschaft mitbekommen haben, was sich dort in ihrem Büro abspielt?

Sie besaßen auch nicht die Portion Zivilcourage um ein Gespräch zu suchen, man kann also annehmen, es eröffnet sich hier dem einzelnen Abgeordneten der rechtsfreie Raum und genau diesen beschreibt der Sprecher der SPD Bundestagsfraktion Ali von Wangenheim eigentlich ungewollt für ein Essener Express Blatt ziemlich präzise, mehr oder minder nimmt die Fraktionsführung an hier hält man sich an die Gesetze.

Annahme ist immer gut, nur das Vertrauen bilden durch die demokratische Kontrolle war mal das Anliegen einer Partei die aus dem Arbeiterlager kam, war das Anliegen der SPD, erwiesen ist es nun doch den Sprecher der Bundestagsfraktion, dass man sich dort nicht einmischt.

Man fordert also von anderen und das ist auch immer bequemer als sich selbst daran zu halten.

Jetzt könnte man fragen will man das dort oder gibt es etliche die ein klein wenig nachdenklicher wurden und sich fragen, gingen wir immer mit unseren Mitarbeitern richtig um?

Nun kommt zu Zugabe zum 1. Akt dieses Dramas, bereits im Jahre 2009 ermittelte in NRW die Steuerbehörde gegen Petra Hinz, ähnlicher Fall war das Verhalten eines Kreuzberger Bundestagsabgeordneten, den schloss man diesbezüglich aus der Bundestagsfraktion damals aus.

Das lässt sich heute noch erkennen, die Abstimmung über das Berlin- Bonn Gesetz bekam eine knappe Mehrheit, diese Mehrheit sicherte eigentlich Gysi nur zählte die Stimme eines fraktionslosen Abgeordneten zu den Berlin- Befürwortern.

Womit wiederum erwiesen ist, es gibt nicht nur gleiche in der Fraktion.

Kommen wir nun zum 2. Akt dieses Dramas und das ist der Druck den sich einzelne aussetzen, darüber schrieb allerdings Prof. Christoph Butterwegge den Artikel in der WAZ, es war doch die SPD die sich in den 70. Jahren akademisierte.

Nun haben wir das Ergebnis, es sind nicht jene Akademiker die für wenige Jahre in die Politik gehen sondern es sind die welche die Politik zu ihren Beruf machten und denen die Angst im Nacken verfolgt.

Mittels dieser Angst, sich irgendwo anders zu stellen entwickeln sie einen Druck der sich in einem Kessel ansammelt, da spielt die Nähe zum Bürger eine untergeordnete Rolle, es geht denen primär um sichere Listenplätze.

Querdenker haben dabei keine Chance mehr, denn die verfügen nicht über das Netzwerk.

Der heutige Bundestagsabgeordnete ist Jurist, steht unter Druck und setzt auf sein Netzwerk, was wiederum mit einflussreichen Partnern bestückt ist.

Erst kommt die Pflege dessen und wenn dann und überhaupt bezieht man Stellung zu einem Thema oder einer Idee?

Da kommt also nicht viel bei heraus, was man als die Perspektive hin zu einer Veränderung innerhalb der Gesellschaft benötigen würde.

Der 3. Akt der umfasst die erweiterte Visitenkarte, man dafür gibt es Spezialisten und Berater die einem die betreffende Vita erstellen.

Ganz einfach eine Arbeitslosigkeit taucht dort nicht auf, fein beschrieben „ man orientierte sich neu in der Zeit zwischen 2 Firmen“.

Was Bildung betrifft, da macht doch Wettrennen wenn aus einem Auslandsurlaub die Studienfahrt wird, dann wird aus einer Exkursionsstrecke das benötigte Praktikum.

Man will es doch so, aus Schönfärberei wird irgendwann Erfindung, etliche erfinden das in ihrer Vita was der andere gerade hören möchte.

Ich sage euch mal dazu folgendes, in meinen Lebenslauf schrieb ich mal zu den Stationen im Beruf meine Stellung.

Ich musste mich einige Male rechtfertigen, nicht wie ich zu der Stellung kam sondern warum ich nach 3 oder 4 Jahren mich woanders wiederfand.

Das macht man einmal, danach werden die Details geglättet, das ist mittlerweile üblich.

Allerdings funktioniert das nicht mit vorgetäuschten Tatsachen, denn es gibt eine Gefahr dass man irgendwo und irgendwann Menschen begegnet die einen noch kennen aus den betreffenden Jahren, man trifft aber auch jene wieder die sich an einen erinnern können und manchmal können Erinnerungen auch schmerzlich sein.

Wer das alles allerdings nicht beachtet, der spielte von Anfang an mit gezinkten Karten, auch hier gibt es wiederum welche die dieses Spiel durchblicken und daraus können sich wechselseitige Beziehungen entwickeln, weil man sich wiederum gegenseitig braucht und genau das ist der eigentliche Skandal, denn man lässt seinen Partner erst fallen wenn man ihn nicht mehr braucht.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 24. Juli 2016 um 01:29 Uhr  

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