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Inverse Rassisten

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„Anti-Rassisten“ sind im Grunde Rassisten, die meinen, mit hoher moralischer Berechtigung, den Spieß der Verallgemeinerung und Vereinfachung einfach umdrehen zu dürfen, weil sie sich auf der Seite der „Guten“ befänden.

Es sind gewissermaßen inverse Rassisten.

Wer bei kritischem Umgang mit muslimischen Mitbürgern und ihren teils radikalen Organisationen, Rassismus schreit, offenbart ein einfaches Weltbild.

Erinnern wir uns noch? Als in Dresden die ersten großen PEGIDA-Demonstrationen liefen, rollten die medialen und politischen „Anti-Rassismus-Kolonen“ ziemlich schnell nach Sachsen. Der anfängliche Versuch der PEGIDA-Leute, sich gegen den Rassismus-Vorwurf zu wehren und ein rechtsextremes Weltbild von sich zu weisen, ging schnell in einem medialen Trommelfeuer unter, in dem verhältnismäßig normalen Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft, rechtsextreme Tendenzen vorgeworfen wurden.

Heute hat sich die AfD Positionen der PEGIDA zu eigen gemacht, die sich vor allem gegen eine politische und gesellschaftliche Überrepräsentanz der Muslime in Deutschland richten, und aus allen politischen Lagern kommen die Wähler zu dieser Partei.

Dabei wird der Rassismus-Vorwurf gegen die Partei immer leiser, je größer die AfD wird. Besonders unangenehm war für viele „Anti-Rassisten“, die sich gesellschaftlich links verorten, die kritische Absetzbewegung der überaus intelligenten Politikerin Sarah Wagenknecht vom primitiven Weltbild der Antirassisten. Sie fing im letzten Jahr an, konsequent Muslime zu kritisieren, seien es Flüchtlinge oder solche mit deutscher Staatsbürgerschaft, die sich nicht an die Werte unserer Gesellschaft orientieren, und das sind viele, sehr viele.

Wagenknecht wurde eine Umarmung der AfD vorgeworfen, ihr Verhalten wurde als politische Taktik und nicht als Erkenntnis verstanden und öffentlich dargestellt. Das ist falsch.

Wer aufmerksam ist und nachdenken kann, auch wenn er politisch links steht, hat in den letzten Jahren verstanden, dass muslimische Mitbürger oft in einem Weltbild verhaftet sind, das rassistisch (gegen „Ungläubige“) sexistisch (gegen Frauen) und dabei äußerst totalitär und fanatisch wirkt. Wie sich dieses Weltbild in eine Staatsform gießen lässt, führt derzeit Recep Erdogan in der Türkei vor und versucht dabei auch massiven Einfluss auf Deutsch-Türken zu nehmen, was ihm zu gelingen scheint.

Widersprüche, die das linke Weltbild nicht verträgt, weil die, für die man zu kämpfen meint, plötzlich auf der absoluten politischen Gegenseite erscheinen, was sich nicht mehr verheimlichen lässt.

Das Problem der Linken: Wer jetzt noch die Antirassismus-Keule gegen Bürger schwingt, die für eine Reduzierung muslimischer Zuwanderung und einen härteren Integrationskurs gegenüber Muslimen in Deutschland eintreten, setzt sich dem Verdacht aus, entweder einen politisch blinden Fleck oder aber ganz bewusst muslimische Rassisten zu verteidigen. Man kann solche Linken dann auch als „inverse Rassisten“ bezeichnen, weil sie sich nicht gegen Rassismus wenden, sondern rassistische Einstellungen nur auf der politischen Gegenseite kritisieren und nicht beim eigenen Klientel.

Die Frage, wie viele Rechte man Staatsfeinden geben darf, war schon immer ein schwacher Punkt bei den Linken. Er ist es noch, auch wenn die Staatsfeinde nun nicht aus dem radikal linken Lager, sondern aus dem der Islamisten kommen.

Wie auch immer.

Inverse Rassisten tendieren dazu, sich in jedem Falle auf eine Seite schlagen zu wollen um dann widerspruchsfrei, einfach und kraftvoll gegen die vermeintliche, andere Gruppe vorzugehen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Muslime als Bevölkerungsgruppe gegen eine andere scheinbare Bevölkerungsgruppe der Rassisten verteidigt werden müssen, auch wenn diese andere Gruppe extrem heterogen ist und überwiegend aus besorgten Bürgern aller politischer Couleur besteht, eben auch aus einer Sarah Wagenknecht.

Inverse Rassisten konstruieren also im Sinne ihrer eigenen Meinungshegemonie eine Gegengruppe der Rassisten, die es in dem behaupteten Umfang überhaupt nicht gibt. Genau das zeigt die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung auch durch den Erfolg der AfD, die sich anschickt zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung zu werden.

Egal. Wer in dieser virtuellen Gruppe verortet wird, wird auch angegriffen. In rassistischer, diskriminierender und bösartiger Manier. „Anti-Rassisten“ sind im Grunde Rassisten, die meinen, mit hoher moralischer Berechtigung, den Spieß der Verallgemeinerung und Vereinfachung einfach umdrehen zu dürfen, weil sie sich auf der Seite der „Guten“ befänden.

Mag jeder darüber denken, was er will.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 09. September 2016 um 02:49 Uhr  

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