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AfD: Machtkampf zwischen Wählern und Politik

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Wir erleben derzeit einen Machtkampf zwischen Wählern und Politikern, der viel grundsätzlicher ist, als der Streit um die Flüchtlingsfrage.

Wer bestimmt, wohin unsere Gesellschaft sich bewegt? Die Politiker oder das Volk? Merkels Flüchtlingspolitik war einfach eine "Agenda 2010" zuviel!

Die Krise die Merkel derzeit fast exemplarisch mit der Union in den Griff bekommen will, ist größer, als eine Regierungskrise. Was man derzeit bei den fulminanten Verlusten der etablierten Parteien beobachtet, ist eine konzertierte Strafaktion der deutschen Wähler gegen die deutsche Politik.

Zu lange gab es diese politische Anmaßung in unserem Land, dass Parteien und Politiker sich berufen fühlten, dem Volk zu sagen, wo es lang geht. Viel zu viele Äußerungen, Entscheidungen und gesetzliche Regelungen zielten darauf ab, die Deutschen zu erziehen, ihnen das Gefühl zu geben, dass die Eliten ihnen sagen müssen, wie sie zu denken, zu handeln und schließlich auch zu wählen haben.

Der Aufstand der Wertkonservativen, der sich in den Wahlergebnissen der AfD zeigt, ist mehr. Es ist die Chance für viele Menschen, die sich von der Politik bevormundet und in bestimmte Denkweisen gezwängt fühlten, endlich wirksam zu protestieren. Die AfD mobilisiert dabei „Nicht-Wähler“ in einem ganz neuen Ausmaß! Genaugenommen ist das eine Großtat für unsere Demokratie.

Der Umgang aller etablierten Parteien und ihrer Spitzenfunktionäre, auch Merkels, mit der AfD, die wirklich keine reife Partei ist, wirkt aber mehr als feindlich. Der Versuch diese Bewegung im Kein zu ersticken, sie mit ideologischen Totschlag-Argumenten zu diskreditieren, sie zu einer Nazi-Partei zu stilisieren, wird von einer breiten Front des politisch-medialen Komplexes in Deutschland intensiv betrieben. Das Problem ist allerdings, dass hier ein politisches Kartell das von der Mitte nach links reicht, zusammen mit einer gleichsinnig orientierten Medienlandschaft einen Konsens gebildet hat, neben dem nichts anderes mehr hochkommen konnte. Andersdenkende wurden sofort isoliert, diskreditiert und aus dem Politikbetrieb entfernt.

Diese Konsensfabrik gab es schon immer. Sie ist etwas amerikanischer geworden, aber nicht wesentlich. Sie hat jedoch deutlich an Härte gegenüber den Bürgern zugenommen, als die Agenda 2010 von Schröder und Steinmeier in unserer Republik durchgesetzt wurde. Seitdem ist nichts mehr so wie vorher.

Die Bürger wissen, dass sie genötigt, unter Druck gesetzt und umerzogen werden sollen. Sie haben in den letzten Jahren sehr wohl registriert, dass man ihnen sogar vorschreiben möchte, welche Worte sie benutzen dürfen und welche nicht. Die Republik wurde im Sinne einer Ideologie der politischen Korrektheit versuchsweise gleichgeschaltet.

Auch wenn man zu dem Zweck, die Dominanz der Politiker über die Bürger zu gewährleisten, sogar eine große Koalition gebildet hat, in welche die sozialdemokratischen Oberlehrer mit Freude gegangen sind, weil sie den typisch linken Anteil vom Kuchen bekamen, ist das Ergebnis niederschmetternd. Die Wähler haben gemerkt, dass sie in eine radikale Akzeptanz der gängigen Ideologien, Pluralismus, Globalisierung und Neoliberalismus gezwungen werden sollten. Das ist gescheitert!

Was wir derzeit erleben ist ein fundamentaler Machtkampf zwischen Wählern und Politik, den die Bürger noch nicht gewonnen haben. Denn auch wenn die Politiker der etablierten Parteien jetzt etwas kleinlauter geworden sind, können sie weiterhin Megakoalitionen schmieden, in denen der Wählerwille quasi zur Makulatur wird.

Was aber in unseren Hauptstädten noch nicht ganz realisiert wurde, ist die Tatsache, dass die Wähler einen noch viel größeren Knüppel im Sack haben, als die AfD. Sie könnten durchaus, wie die Franzosen, einen deutschen „Front National“ ermutigen und dann wirklich rechtsradikale Inhalte in Berlin implementieren. In Frankreich hat Marine Le Pen übrigens durchaus Chancen französische Präsidentin zu werden. Zur Erinnerung, Le Pen will Frankreich aus der EU herausführen!

Besser wäre es, wenn wir etwas mehr als Lippenbekenntnisse von unseren Spitzenpolitikern hören würden. Merkel jedenfalls lässt sich nur von Wahldesaster zu Wahldesaster ganz langsam von ihrem Regierungskurs abbringen, in dem sie sich eindeutig über die Deutschen gestellt hat und ihnen die Lebensweise der nächsten fünfzig Jahre diktieren will.

Das ist ganz eindeutig eine Agenda zu viel!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 20. September 2016 um 10:45 Uhr  

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