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Frieden und Solidarität

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Frieden das ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg und Gewalt.

Frieden ist ein Zustand, der es den Menschen ermöglicht, sich nach ihren individuellen Fähigkeiten zu entfalten.

Dieses Gefühl, der Zustand des Friedens ist nur dann vollkommen, wenn er mit Sicherheit einher geht.

Mit der Sicherheit, Freiheit zu geniessen, demokratische Rechte wahrnehmen zu können und so zu leben, wie es einem richtig erscheint.

Frieden bedeutet Freiheit der Religion, Freiheit von Unterdrückung und Zwang durch staatliche Repression.

Freiheit heisst, sich seines Geschlechtes, seiner sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Rasse bewusst zu sein und ohne Angst vor Verfolgung leben zu können.

Freiheit ist aber immer auch die Freiheit des Andersdenkenden!

Der Frieden ist dahin!

Deutsche Soldaten stehen auf dem Balkan, irgendwo in Afrika im Rahmen von UN-Missionen und am Hindukusch, wo sie nach Lesart der Regierenden die Freiheit der westlichen Demokratien verteidigen - wie eigentlich?

Indem sie arme und halbverhungerte afghanische Bauern erschiessen?

Indem sie Bomben auf Menschen werfen, von denen keiner weiss ob sie Freund oder Feind sind?

Die Wahrheit wird - wie so oft - ganz woanders liegen, als man uns weiss zu machen versucht!

Hier sind strategische Interessen im Spiel, die Nähe Afghanistans zu den letzten großen Ölreserven im Nahen und Mittleren Osten.

Natürlich gibt es da wirtschaftliche Interessen von US-Konzernen und dafür schicken die Europäer in vorauseilendem Gehorsam ihre Hilfstruppen in den Kampf!

Und was hat das bitte schön alles mit Solidarität zu tun?

Ist es Solidarität, wenn die Regierung deutsche Soldatinnen und Soldaten in einen Krieg hetzt, den sie nicht gewinnen können, der einfach Unrecht ist, der nur den Interessen derer dient, die sich an den Ressourcen der Menschheit bereichern?

Aber man behauptet, aus Solidarität müsse man an den Kriegszügen Amerikas teilnehmen und um die Freiheit zu verteidigen.

Gleichzeitig  schafft man die Solidarität in unserem Staat einfach ab.

Man überlässt diejenigen, die zu den Verlierern der Politik der sozialen Kälte gehören einfach sich selbst und erklärt, die Menschen müssten mehr "Eigenverantwortung" übernehmen - das heisst nichts anderes, als dass sie mehr bezahlen sollen, für die Krankenversicherung (die immer weniger Leistungen übernimmt), für die Rentenversicherung (die immer weniger bezahlt, weil ihre Einnahmen für versciherungsfremde Leistungen missbraucht wurden und werden), für die Arbeitslosenversicherung (die nach einem Jahr Arbeitslosigkeit zielgerichtet in die Armut und zu Zwangsarbeit führt)?

Solidarität ist das schon lange nicht mehr.

In einer Gesellschaft, in der der Egoismus zum staatstragenden Prinzip erhoben und von den sogenannten Freien Demokraten  hemmungslos propagiert wird, gibt es keine Solidarität.

Wer es in dieser Gesellschaft nicht zu Erfolg und Wohlstand bringt, hat eben Pech gehabt.

Das nennt man dann persönliches Lebensrisiko und dafür kann doch der Staat nicht aufkommen!

Unternehmen aber, die durch die Dummheit, die Arroganz, die Gier und ja, durch geradezu unglaubliche kriminelle Energien ihrer Manager an die Wand und in den Ruin getrieben werden, werden durch den Staat gerettet.

Freilich ohne dass dieser sich ein Mitspracherecht einräumen lässt.

Denn der Staat ist ja nach Meinung der Schwarzgelben Polit-Furunkeln nie der bessere Unternehmer.

Die Unternehmer sind es aber offenbar auch nicht, sonst wäre es nie zu der vielbeklagten Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen. Aber das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Einstweilen beschränkt die Regierung ihre Solidarität auf einträchtiges Gejammer über die arroganten Amerikaner und den mächtigen Konzern GM, der partout nicht das will, was die Lichtgestalt der deutschen Wirtschaftspolitik für richtig hält - nämlich Opel an den Magna-Konzern zu verkaufen.

Nein, im Gegenteil, man lässt sich vorführen, wie einen Haufen von Dorftrotteln, aber wahrscheionlich haben sie es nicht anders verdient.

Solidarität jedoch, die sieht anders aus. Wäre man solidarisch mit den Opelanern, hätte man den Konzern verstaatlicht und dann saniert!

Wenn schon das Geld des Steuerzahlers verschleudert wird, dann soll er wenigstens mitbestimmen dürfen über die Geschäftspolitik und sei es nur über Treuhänder!

Wir müssen wieder Solidarität schaffen in diesem Land.

Wir brauchen Krankenkassen, in die jeder einzahlt und nicht nur die, die nicht viel haben, während sich die Wohlhabenden aus der Solidargemeinschaft verabschieden.

Das gleiche gilt für die Rentenversicherung!

Aber bis dahin ist es ein weiter und vor allem steiniger Weg, denn aller Fortschritt in dieser Richtung wurde in den letzten Jahrzehnten, nachdem er mühsam erkämpft wurde, nahezu widerstandslos auf dem Altar der wirtschaftlichen Interessen großer Konzerne geopfert!

Welchen Weg wollen wir in die Zukunft gehen?

Den Weg der Solidarität oder den des Egoismus?

Die Entscheidung liegt bei uns - wir müssen jedoch bereit sein, dafür kämpfen!

 

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