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Skischaukel

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Beim Fachgespräch

"Zukunft der Alpen" der BayernSPD-Landtagsfraktion wurde deutliche Kritik an der Entscheidung der Staatsregierung geäußert, den Alpenplan zu ändern und den Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn zuzulassen.

Prominenter Gast am Donnerstag (30.03.2017) im Bayerischen Landtag war der renommierte Alpenforscher Prof. Werner Bätzing. Er sprach sich, genauso wie die große Mehrheit der anwesenden Experten aus Umweltverbänden, Kommunalpolitik und Wirtschaft, klar gegen diese Änderung des Alpenplans und das Ski-Projekt im Oberallgäu aus. Bätzing betonte nicht nur die Notwendigkeit, den Alpenplan einzuhalten, sondern will statt Wildwuchs und völliger Liberalisierung Entwicklungen intelligent steuern.

Fachgespräch Alpen

Prof. Werner Bätzing (l.) neben SPD-Umweltexperte Florian von Brunn

Der SPD-Umweltexperte Florian von Brunn verwies auf die aktuellen Zahlen, die die Staatsregierung ebenfalls gestern im Wirtschaftsausschuss des Landtags vorgestellt hatte: "Die Gästeankünfte im Allgäu/Bayerisch-Schwaben sind in den letzten 10 Jahren um über 45 Prozent gestiegen, und die die Zahl der Übernachtungen um über 23 Prozent. Es gibt also überhaupt keinen vernünftigen Grund für dieses Projekt, das ähnlichen Vorhaben Tür und Tor öffnet!"

Die Zukunft liegt in Zeiten der Klimaüberhitzung im Ganzjahrestourismus, nicht im Ausbau von Skigebieten, darin waren sich die Teilnehmer des Fachgesprächs einig. Deswegen müssten landesplanerische Instrumente wie das Landesentwicklungsprogramm und der Alpenplan gestärkt und verbessert, auf keinen Fall aber beschnitten werden.

Bätzing schlug vor, analog zum "Haus der Berge" im Nationalpark Berchtesgaden eine Forschungs- und Bildungseinrichtung im Naturpark Nagelfluhkette im Allgäu zu schaffen, mit der auch durch Weiterbildungsmaßnahmen die lange Tradition der Alm- und Alpwirtschaft im Oberallgäu gefördert werden könnte.

Das wirtschaftliche Potenzial der bayerischen Alpen liegt laut Prof. Bätzing darin, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken und Qualitätsprodukte aus der Region zu vermarkten.

"Ein bayerisches Alpen-Qualitäts-Siegel, wie es die SPD fordert, würde durch den Erhalt von dezentralen Arbeitsplätzen ökologische und ökonomische Interessen vereinen", unterstreicht Bätzing.

"Damit die Alpen ein selbstbestimmter Lebens- und Wirtschaftsraum bleiben, sollten die eigenen alpenspezifischen Ressourcen und Potentiale aktiver genutzt werden. Dabei müssen neben wirtschaftlichen aber immer auch umweltpolitische, soziale und kulturelle Belange berücksichtigt werden. So wie es in der internationalen Alpenkonvention festgelegt ist."

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 19. April 2017 um 11:44 Uhr  

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