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Klimadiskussion schlägt Wellen in der Union!

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Gibt es in der Union "Trumpisten" oder geht es bei der Diskussionsvorlage des Berliner Kreises darum, die Klimadiskussion zu de-ideologisieren?

Plötzlich wird wieder diskutiert. Kaum hat Donald Trump das Pariser Abkommen (Klimaschutzabkommen) mit dem berühmten Zwei-Grad-Ziel für die USA gecancelt, traut sich plötzlich der konservative Flügel der CDU aus der Deckung und schlägt in die gleiche Kerbe!

Der Berliner Kreis der CDU hat ein PDF veröffentlicht, in welchem das Klimaschutzabkommen als unrealistisch und ideologisch gekennzeichnet wird. Der positive Effekt auf die Klimaentwicklung wird dabei ebenso bezweifelt, wie der effektive Nutzen dieser Ideologie für unsere „Green Economy“.

Natürlich ist das, was da von Philipp Lengsfeld und anderen Mitgliedern des Berliner Kreises aufgeschrieben wurde, ebenso tendenziös wie die derzeitige offizielle Lesart der Klimaerwärmung.  Das Skript spielt klar den CO2-Produzenten in die Hände, zuvorderst der Autoindustrie. Aber natürlich ist es gut, dass wieder diskutiert wird. Der Effekt der deutschen Klimapolitik ist nämlich global nicht messbar und nicht mehr als ein fragwürdiger Leuchtturm im globalen Trend einer immer höheren Produktion von Treibhausgasen.

Selbstverständlich ist auch nicht nachgewiesen, dass die Treibhausgase tatsächlich für die Klimaerwärmung maßgeblich verantwortlich sind. Da sollte man doch lieber mal was gegen die vielen Plastiktüten in den Weltmeeren tun. Aber auch das ist von Europa aus nur sehr eingeschränkt möglich.

Also, halten wir eine Ideologie aufrecht, die in Deutschland und Europa schon Auswirkungen zeigt, aber global überhaupt nichts bringt, aufrecht? Oder nicht?

Viel spricht dafür, an den Klimazielen festzuhalten, auch wenn sie nicht erreicht werden können. Man tut auf diese Weise eben das, was man tun kann und fördert Innovationen im Energie- und Mobilitätssektor. Nicht unbedingt zu unserem Nachteil.

Die Art und Weise aber, dies mit „moralischer Erpressung“ zu tun, wie es in der Erklärung heißt, ist tatsächlich, weil kein Mensch weiß, ob wir die Warmzeit durch radikalen Ausstieg aus der CO2 Emission tatsächlich stoppen können. Vergessen wir nicht, dass es bei den Grünen genug Radikale gibt, die Emissionsrechte nicht nur für die Industrie, sondern auch für Privatpersonen haben wollen und für die der Klimawandel eine Steilvorlage für die Errichtung einer Ökodiktatur ist. Ich kenne genug von diesen Typen, die sich entsprechend radikalisiert haben!

Zur Vor-Klimapolitik möchten aber wohl nur ein paar Groß-Emittenten zurück, das Gros der Europäer ist froh über die Entwicklung zur sauberen Luft, die eben auch von der „Green-Economy“ und der Klimapolitik mitbewirkt wurde.

Selbst die deutsche Automobilindustrie dürfte ihren Vorteil bei der Emissionsreduzierung, welcher teuer erkauft ist, nur ungern für wertlos erklären. Die meisten Interessen sprechen also zumindest in Europa für den Erhalt der Klimaziele.

Am Ende aber muss man feststellen, dass ein Thema, was von der AfD begrifflich in den Diskurs eingebracht wurde, die „Klima-Ideologie“ oder aggressiver die „Klima-Lüge“, mal wieder im Mainstream Wellen schlägt.

Das sagt viel über die Repressivität unseres politischen Diskurses aus. Meinungen und Positionen werden solange unterdrückt, bis sie im Mainstream (hier von der Union) aufgegriffen werden. Dann können sie plötzlich repressionsfrei diskutiert werden.

Ist das in Ordnung so?

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 06. Juni 2017 um 13:41 Uhr  

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