Desinteressierte Franzosen wählen Retorten-Partei von Emanuel Macron

Mit 32% führt die von Macron erst 2016 gegründete PR-Partei für den Neoliberalismus im ersten Durchgang der Wahlen zur französischen Nationalversammlung. Die Konservativen kommen auf 21%, der Front National auf 13%, die Kommunisten unter Melanchon auf 11% und die Sozialisten auf 8-9%.

Mit seiner Partei En Marche hat der gewählte Präsident Chancen auf die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung. Damit könnte er von der Arbeitsmarktliberalisierung, über Steuersenkungen für Unternehmen bis zu großzügigen Privatisierungen von Staatsunternehmen so ziemlich alles durchdrücken, was das europäische Großkapital erfreut.

En Marche ist übrigens eine Partei im Stil einer NGO, was bedeutet, dass sie intransparent, undemokratisch und fremdgesteuert sein kann, ohne, dass jemand etwas davon mitbekommt. In verschiedenen Medien wird schon über die Namensgleichheit zwischen En Marche und der Unterstützer-NGO der amerikanischen Demokraten „Move on“ von George Soros sinniert. Tatsächlich ist eine Soros-Vertraute, Sylvie Goulard, jetzt zur Verteidigungsministerin ernannt worden. Sie hatte den Wahlkampf und die PR-Kampagne für En Mache organisiert und getragen. Zeitweise wurde sie auch als neue französische Premierministerin gehandelt. Ein weiterer Verbündeter von Soros, Jean-Pierre Jouyet, wird in Frankreich verdächtigt, die Affaire Fillon losgetreten zu haben, die Macron schließlich die Präsidentschaft bescherte.

Wie auch immer.

Im Prinzip haben die Franzosen, die heute nur zu fünfzig Prozent an der Wahl teilnahmen, sich wie Kälber verhalten, die jetzt ihren eigenen „Sozialstaats-Schlächter“ selber gewählt haben. Eine Art bedingungsloser Kapitulation vor der Manipulationsmaschine der europäischen Elite und ihrer reichen Unterstützter, ohne wirklichen Grund.

Auch auf EU-Ebene freuen sich nun die Globalisierer, zu denen Macron zweifelsohne gehört, über den Aufwind aus Frankreich. Der Ruf nach dem Europäischen Superstaat, der Abschaffung der EU-Kommission, der Einführung einer europäischen Regierung und eines europäischen Währungsfonds, mit dem unwillige EU-Mitglieder diszipliniert werden können, wird derzeit lauter. Redelsführer in der EU ist Guy-Verhofstadt (ALDE) ein extremer Wirtschaftsliberaler und Verbündeter von George Soros.

Wenn jetzt im September in Deutschland noch die Union so stark wird, dass sie mit den Grünen gemeinsame Sache machen können, dürfte Soros, der zumindest den Grünen-Vorstand längst in der Tasche hat (Cem Özdemir, Rebecca Harms, Katrhin Göring-Eckardt, Sevn Gigold in Deutschland, Monica Frassoni bei den europäischen Grünen),  auch in Deutschland an der Regierung beteiligt werden. Dann bekommen wir eine maßgeschneiderte Globalisierung für das deutsche und französische Establishment und die soziale Spaltung wird sich in beiden Ländern weiter vertiefen.

Wäre die SPD ein echtes Gegengewicht, müsste man im September Sozialdemokraten wählen. Leider ist sie es nicht. Der SPD-Vorstand engagiert sich einhellig für den neoliberalen Kurs von George Soros. So hat Frank-Walter-Steinmeier in unverhältnismäßiger und suspekter Art und Weise für den Erhalt von Soros Eliteuniversität, Central European University (CEA) getrommelt und Martin Schulz gilt dem Soros eigenen Open-Society-Institute als Verbündeter.

Die Demokratie wird also weiterhin unterwandert werden, wobei es die Elite-Netzwerke auf EU-Ebene und in den Führungsnationen Frankreich und Deutschland bestens verstehen, die Gefahr, welche von ihnen für unsere Demokratie ausgeht, auf die Rechtspopulisten zu schieben. Dank ihrer engen Zusammenarbeit mit den großen europäischen Medien gelingt ihnen dieser Coup auch und die Wähler wählen ihre eigenen Feinde.