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Das Problem ist nicht der Islam, sondern die Feigheit

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In der Neuen Züricher Zeitung gibt der Islamexperte Bassam Tibi ein Interview über die fehlende Islamdebatte in Deutschland.

Kritische Äußerungen, die beispielsweise aus der CSU kommen, hält er für zu lässig. Auch die Äußerungen Seehofers sind nicht geeignet, eine echte Islam-Debatte zu beginnen.

Er sieht eine links-liberale Minderheit, welche die Medien dominiert und den notwendigen Diskurs unterdrückt. Als Beispiel nennt er auch den Schriftsteller Tellmann, der jüngst von Suhrkamp zurechtgewiesen wurde, weil er sich kritisch über Zuwanderer und zu unkritisch gegenüber Pegida geäußert hatte. An ihm sollte, so Tibi über die Medien, ein Exempel statuiert werden.

Viele würden denken wie er, hätten aber Angst, sich in Deutschland zu äußern.

Tatsächlich gibt es eine publizistische Schwelle, ab der es für die eigene Person gefährlich wird, sich islamkritisch zu äußern. Diese wird nicht so sehr, durch die Art der eigenen Äußerung, sondern mehr durch den Grad der Rezeption bestimmt. Wenn man also zu bekannt ist, hagelt es Angriffe.

Dabei ist es wesentlich ungefährlicher, zu den Angreifern zu gehören, als öffentlich und islamkritisch Stellung zu beziehen, was einen zur allgemeinen Schießbudenfigur machen kann. Da nützt es auch wenig, wenn man von der Mehrheit der Bevölkerung leise Zustimmung erhält.

Die links-liberalen Medien und die entsprechende politische Öffentlichkeit stellt zwar eine Minderheit in der Gesellschaft dar, ist aber seit den 68ern daran gewöhnt, wie eine Mehrheit aufzutreten. Angriffe, Platzverweise und Diffamierungen gehören traditionell zu deren Repertoire. Da ist es dann verhältnismäßig egal, ob man den konservativen Islam oder die Pädophilie verteidigt, die linken medialen Giftspritzen und der Shitstorm in den sozialen Medien, werden nahezu professionell herbeigeführt.

Wer diese Kultur der Feigheit durchbricht, hat wenig zu lachen.

Eigenständiges Denken wird dabei konsequent unterdrückt.

Dabei ist der Islam gar nicht das Problem, sondern die Debattenlosigkeit, die aus diesem Klima der Angst und Diffamierung resultiert.

Es ist beispielsweise nicht schwer, die Vorteile, die der konservative Islam für die Stabilität unserer Gesellschaft bringt, zu beschreiben. Die Stabilität muslimischer Familien könnte auch Vorbild für die angegriffene Familientradition in Deutschland sein, vielleicht auch die zurückhaltende Sexualmoral in vielen islamischen Gemeinschaften. Möglicherweise gehört der Islam tatsächlich zu Deutschland und wir haben es nur noch nicht gemerkt? Das Problem liegt allerdings in der Freiwilligkeit der eigenen Zuordnung. Denn eine Religion, aus der man nicht mehr rauskommt, gehört ganz sicher nicht zu Deutschland.

Vielleicht fehlt den Linken ja deshalb der Mut, solche Anachronismen des Islams anzugreifen, weil sie selbst aus ihrer eigenen Religion nicht mehr herauskommen? Feigheit ist jedenfalls in unserer Republik in den letzten 50 Jahren von der rechten Mitte der bürgerlichen Gesellschaft in die linke Mitte gewandert. Sie ist fester Bestandteil der so genannten fortschrittlichen Medien und Politik geworden und ist, aus meiner Sicht, zur eigentlichen Bedrohung der Demokratie avanciert.

Der brave Mainstream ist im Prinzip links, liberal und demokratiefeindlich.

Wie soll ein solcher Mainstream kritische Positionen zum Islam beziehen und dann auch in einer Debatte halten? Man ist dieser autoritären Geisteshaltung in Wirklichkeit viel zu ähnlich geworden.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 06. Juli 2018 um 13:18 Uhr  

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