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Start Archiv 2009 Leistungsschutzrechte geplant

Leistungsschutzrechte geplant

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In den letzten Wochen häufen sich die Meldungen betreffend der Leistungsschutzrechte.

Da planen die Medien ein Leistungsschutzrecht für ihre Inhalte, anderswo planen die

CDU und FDP ihr Leistungsschutzrecht für Printhäuser, ganz nach dem Motto: wie bastle ich mir mein Gesetz (siehe auch: die Zensur kommt, das Gesetz ist dazu auf dem Weg)! Eine unglaubliche Vorstellung in einer Demokratie.

Beim Leistungsschutzrecht würde es bedeuten, dass Presseverlage wie z. B. Musikverlage eine Gesellschaft gründen könnten, die für jede öffentliche "Aufführung" eines von einem Verlag produzierten Inhaltes Geld einsammeln und an den Verlag auszahlen könnte.

Bei Musik macht das die GEMA, die von jedem Radiosender, Clubbetreiber und Konzertveranstalter Gebühren für die gespielte Musik erhebt und an die Rechteinhaber verteilt.

Das klingt im ersten Moment logisch, aber das ist es nicht, und mein Magen zieht sich immer stärker zusammen, je länger ich versuche, dieses System zu durchdenken.

Denn es geht hier ja nicht darum, dass ein Autor oder ein Fotograf die Rechte an seinen Werken behält, auch nicht darum, dass Verlage für eine unerlaubte Nutzung wesentlicher, originärer Teile einer Arbeit entschädigt werden.

Das ist längst geregelt, und zwar im Urheberrecht.

Das Leistungsschutzrecht geht darüber hinaus – in einem Wort zusammengefasst geht es natürlich um Google:

Der Suchmaschinenbetreiber soll für jedes Mal, bei dem er die Headline und die ein, zwei oder drei Zeilen, die er im Suchergebnis ausgibt, bezahlen.

Denn schließlich steht neben dem Suchergebnis potenziell eine Anzeige, mit der Google Geld verdient.

Die großen Medienkonzerne des Landes und mit ihnen die Neu-Koalitionäre sind der Ansicht, Google müsste für diese Möglichkeit, Geld zu verdienen, eine Art Zugangsgebühr bezahlen.

Ich bin völlig anderer Ansicht.

So unglaublich es auch klingen mag, aber nichts anderes ist auch in Deutschland schon seit Jahren im Gange.

Wer es wagt, die Wahrheit über einige in Deutschland wie auch in den USA ansässigen Industrien, die involvierten Abgeordneten in den Aufsichtsräten und ihren Verbindungen zu den Geheimdiensten, offen zu legen, bekommt sehr schnell Ärger mit diversen Anwälten, die sich natürlich auf Gesetze berufen können, die der freien Meinungsäußerung entgegenstehen.

Das die Medien sich schon vor Jahren von der „Wahrheit" verabschiedet haben, können wir ausführlich in den Nachdenkseiten und im Buch Meinungsmache von Albrecht Müller lesen.

Eines ist klar, es geht immer um Interessen der Politik und Wirtschaft.

Berichtet wird heute überwiegend dass, was dem Unternehmen finanziell nicht zu sehr schaden kann.

Die Richtung, in die die Medien nun vorstoßen wollen, verhindert zumindest eine größere Verbreitung der Unwahrheiten über Krieg und Terrorismus.

Das Internet können sie nicht mehr abschalten, es ist das Netz der Zukunft und es wird weiter an Einfluss gewinnen.

Für die kommerzielle Medienlandschaft bedeutet dies letztlich den Verlust ihrer Machtposition und damit auch den Verlust ihrer Meinungsmanipulationsmöglichkeit.

Kaum brechen die Werbeeinnahmen weg, da wird schon von dem Herausgeber der FAZ behauptet, dass das Internet uns vergesslicher mache, wir es mit der Reizüberflutung zu tun haben und das Internet unser Hirn vermansche.

Internet lässt die Rendite der Zeitungsbranche sinken, dass steht fest.

Es ist daher sehr verständlich, dass Herr Schirmmacher dem Internet missfällt und Kulturpessimismus à la Heidegger forsch verbreitet.

Es kommt noch soweit, das die BLOGS, die Nachdenkseiten und andere mehr alle böse und gefährlich für uns sind.

Sie bringen den Bürger nämlich dazu, die „Wahrheiten" aus den "Qualitätsmedien" zu hinterfragen! Das ist natürlich nicht erwünscht!

Lieber sehen sie es, wenn wir Bürger nur Regierungspropaganda aus der Systempresse zu lesen bekämen - da bleibt das Gehirn sicher heil, nicht wahr?

Wäre das nicht auch eine Chance für die SPD?

Sich stark zu machen gegen Meinungsmanipulation, für die Freiheit - das Ohr am Volk!

 

 

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