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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Macht für einen Neuanfang...

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Als Wanderer

in den Foren und Blogs der SPD ist mir aufgefallen, dass Viele sich einen Richtungswechsel in der SPD wünschen.

Die Wünsche reichen von einer deutlichen Abkehr von der verfehlten Reformpolitik Schröders bis hin zu einer deutlicheren Öffnung zu anderen linken Parteien und Strömungen in der Republik.

 

Natürlich ist damit auch die "DIE LINKE" gemeint, aber nicht nur.

Es fehlt allerdings die Macht. Der 6 Stock des Willy-Brandt-Hauses ist abgeriegelt und ebenso weit vom Foyer entfernt, wie in einem Wirtschafts-Konzern.

Für die SPD gelten leider die gleichen Regeln, wie für alle hierarchischen Institutionen dieser Republik.

-90% aller Macht wird hinter den Kullisen verteilt.

-10% der Machtverteilung findet in der Öffentlichkeit statt.

Deshalb gibt es leider auch zwei Typen von politisch Aktiven. Die die öffentlich raushauen, was sie bedrückt und was sie ändern möchten und die anderen, die direkt an der Macht interessiert sind und sich in kleinen Zirkeln um Einfluss bemühen.

Wir nannten das auch mal Seilschaften.

Unser Führungspersonal stammt größtenteils aus solchen Seilschaften, was zeigt, dass es sich um eine erfolgversprechende Taktik handelt.

Leider ist dieses Prinzip des Machterwerbs einem offenen demokratischen Kampf diametral entgegengesetzt.

Auch in der SPD.

Als Ergebnis hatten wir über Jahre eine Führungsclique, die eher nach dem Basta-Prinzip geherrscht hat und jetzt mit Blumen abtreten durfte.

Einige von ihnen fanden eine lukrative zweite Heimat in den Aufsichtsräten der Finanz- und Schlüsselindustrien. Ein paa r andere sind noch politisch aktiv und müssen sich diese Posten erst noch verdienen.

Faktisch haben wir es in der SPD mit zwei Parteien zu tun.

Der Führungsschicht (bestehend aus "Freunden") und der demokratischen Basis (bestehend aus Genossen).

Wie können wir aus den Freunden wieder Genossen machen, die sich der Basis und nicht ihrer Seilschaft verpflichtet fühlen?
Nach meiner Meinung müssten wir uns unsere gute Erziehung abgewöhnen, wenn wir etwas verändern wollen.

Ich bin dafür Eklats und Protestaktionen auf Parteitagen zu veranstalten.

Kalkulierte Regelverstöße, mit denen die Rechte der Basis eingefordert werden, von ihrer Führungsschicht auch wirklich vertreten zu werden.

Es kann nicht sein, dass die Basis eher links und die Führung eher rechts steht.

Ein Aktionspaket für Parteitage und öffentliche SPD-Veranstaltungen wäre da genau das Richtige.

Die Personalia auf dem Hamburger Parteitag waren vom Vorstand geschickt vorbereitet worden. Ein paar linke in den Vorstand zu wählen, die sich nach kurzem als zahme Tiger erweisen werden.

Programmatisch ist in Hamburg faktisch kein Neuanfang gelungen!

Denken wir einmal darüber nach?

 

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